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Buslinie 261: ASU plädiert für Rückgängigmachung der Änderung

Kronberg (pu) – Auf Initiative der CDU-Fraktion votierten während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) alle neun ASU-Mitglieder für ein Bemühen des Magistrats um Rückgängigmachung der zum Fahrplanwechsel im Dezember erfolgten Veränderung bezüglich der Buslinie 261. Daraus resultierend wird der Magistrat gebeten, mit dem Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) in geeigneter Weise in Kontakt zu treten sowie diese Kontaktaufnahme und den Protest bezüglich der Änderung pressewirksam zu begleiten.

Die Buslinie 261 dient unter anderem der Anbindung der Kronberger Fahrgäste mit der S-Bahnlinie 4 von und nach Frankfurt. Nach den Erkenntnissen der Christdemokraten sind die Fahrzeiten seit vielen Jahren lediglich marginal geändert worden.

Sorge

Ganz anders im letzten Dezember. Wie CDU-Stadtverordneter Prof. Dr. Helfried Moosbrugger ausführte, war es bis zu diesem Zeitpunkt beispielsweise so, dass der Bus 261 in Richtung Oberhöchstadt fahrplanmäßig vier Minuten nach der Ankunft der S 4 aus Frankfurt am Bahnhof Kronberg-Süd abfuhr.

Seit der Fahrplanumstellung fahre der gleiche Bus jedoch ohne ersichtlichen Grund eine Minute vor der Ankunft der S 4 ab. „Dies bedeutet, dass die Reisenden an der Bushaltestelle am Bahnhof Kronberg-Süd nunmehr geschlagene 16 Minuten auf den Bus der Linie 261 warten müssen“, fasste Moosbrugger das große Ärgernis der betroffenen Kronberger Busnutzer in Worte.

Die Wartezeit an der Bushaltestelle sei damit fast ebenso lang wie die S-Bahn-Fahrtzeit von Frankfurt nach Kronberg. Es stehe zu befürchten, dass viele Pendler künftig nicht mehr den Bus 261 nutzen, sondern wieder auf das Auto umsteigen werden. Aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes, dem sich auch der VHT und RMV rühmten, sei die Änderung somit kontraproduktiv.

Dass diese Änderungen die Bevölkerung bewegt, wird Moosbrugger zufolge auch durch entsprechende Leserbriefe im „Kronberger Blättchen“ untermauert. Bei den übrigen Parteien und Wählergemeinschaften traf das Ansinnen ebenfalls auf offene Ohren. SPD-Stadtverordnete Andrea Poerschke sparte nicht mit Kritik: „Wenn der Bus weg ist, ist das frustrierend! Mir fehlt auch im Vorhinein eine öffentliche Kommunikation aller Vorhabenträger, die rechtzeitig auf eine solche gravierende Änderung hinweist.“

Schwierig

Allzugroße Hoffnung wollte Erster Stadtrat Robert Siedler (parteilos) den Antragsstellern und weiteren Befürwortern der Rückgängigmachung allerdings nicht machen. „Das wird schwierig!“

So ärgerlich und nachteilig sich die Änderung einerseits auf die Kronberger Nutzer der Buslinie 261 auswirke, so positiv sei die Neuregelung andererseits für andere Ortschaften wie beispielsweise die Buskunden der Nachbarkommune Königstein.

„Und das ist der entscheidende Punkt, für den VHT ist die positive Auswirkung auf das Gesamtnetz entscheidend und nicht der Nachteil der einen oder anderen Gemeinde!“

Im Übrigen sei die Stadt Kronberg im Taunus, wie in solchen Fällen üblich, durchaus im Vorhinein eingebunden und um eine Stellungnahme gebeten worden. Dabei habe man seine Bedenken in Bezug auf das suboptimale Zeitfenster von 16 Minuten dargelegt. Nach Abwägung aller Belange sei die Entscheidung des VHT anders ausgefallen.

Nachdem der FDP-Fraktionsvorsitzende Walther Kiep dem Ersten Stadtrat mit auf den Weg gab „Herr Siedler, Kronberg First!“ versprach jener, die Zuständigen der Stadt würden den Vorgang noch einmal hinterfragen.

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