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Martinsmarkt bringt 4.205 Euro für krebskranke Kinder

Ganz im Trend des Upcyclings: Nadine Penirschke mit Tochter und Kreationen aus alten Jeanshosen. Fotos: Diel

Oberhöchstadt (die) – 26 Mal Martinsmarkt in Oberhöchstadt – das muss man erst mal stemmen! Und das haben die Oberhöchstädter Marktfrauen unter Mitwirkung der Stadt Kronberg auch am vergangenen Sonntag wieder geschafft. „Wir sind nur fünf Marktfrauen, ohne unsere zahlreichen Helfer und Unterstützer wäre das alles nicht zu bewältigen“, so Hannelore Schmidt, die Hauptorganisatorin des Martinsmarktes.

Bei novemberlichen Temperaturen mit viel Regen war es im Festsaal des Hauses Altkönig richtig gemütlich und shoppen vertreibt ja bestens trübe Stimmung. Das weiß sicher jederfrau. Nach Eröffnung des Marktes konnten die interessierten kleinen, aber auch älteren und erwachsenen „Kinder“ den Kronberger Märchen von Helmut Bode „7 Brüder“ und „Märchen vom Fuchstanz“ lauschen, die Inge Freise vom Kronberger Burgverein vorgelesen hat.

Parallel zum Martinsmarkt – aber nicht als Konkurrenz! – konnten die Besucher im Gelben Saal des Hauses Altkönig Gemälde von „A bis Z“ - von Apfel bis Zitrone – der bekannten und auch anwesenden Kronberger Malerin Karin Krantz bewundern.

Ein breites Spektrum an Waren konnte im Festsaal des Hauses Altkönig käuflich erworben werden, von selbst gemachter Marmelade, exquisitem Honig über Strickwaren, Weihnachtsdekoration, Adventskränzen, Weihnachtsplätzchen und vielem mehr. Das kann man auf so manchem Weihnachtsmarkt vergeblich suchen, es sind die mit Herzblut hergestellten Sachen, die einen unwiderstehlichen Kaufzwang auslösen, hat man doch die Möglichkeit, Individualität statt Wegwerfmassenware günstig zu erstehen. „Wir sind das erste Mal hier und es läuft gut“, so Nadine Penirschke mit ihrem Jeansstand, der sofort farblich ins Auge stach. Vor circa zehn Jahren, als sie in Elternzeit war, habe sie angefangen, aus alten Jeanshosen Neues zu kreieren. „Upcycling“ in Höchstform, bestaunt man die aufwendig designten und genähten Taschen, Ordnungshüter, Flaschengeschenkverpackungen und vieles mehr. „Die Idee kam uns, weil es durch die Kinder so viele verwachsene Jeanshosen im Freundes- und Bekanntenkreis gab,“ so Penirschke, „und durch die Welle von Dawanda und ähnlichen Portalen wurden ich und eine befreundete Schneiderin einfach angeregt, so etwas auch zu machen.“ Auch zum ersten Mal auf dem Martinsmarkt war Silvia Schottenheim mit handgefertigten Stofftieren und Dekorationsartikeln: „Wenn man Kinder hat, ist es manchmal schwer, aus dem Haus zu kommen, dann braucht man ein Hobby“, erklärt sie schmunzelnd, „die Kronberger mögen bestimmt gerne Qualität, deshalb bin ich mit guten Sachen hier.“ Ruhige Farben, professionelle Verarbeitung, schlichte Schönheit und hochwertige Stoffe wurden hier zu wunderbarem Kinderspielzeug und Dekor verarbeitet.

Gut besucht war auch der traditionelle Stand des Vereins „Hilfe für krebskranke Kinder“ und nach dem Vormittag gab es nur noch einen müden Rest der leckeren selbst gebackenen Weihnachtsplätzchen zu kaufen. „Die Plätzchen und die Marmelade laufen hier am besten“, verrät Petra Kunze, die Schwester von Organisatorin Hannelore Schmidt. Kalorienärmer hatte der Stand aber auch reichlich anderes zu bieten, von herrlichen „Kaffeeseifen“ über Engelchen zum Aufstellen und kleinen Weihnachtsgestecken mit Tannenzapfen über selbst gebastelte Weihnachtstüten und vielem mehr.

Einen Wermutstropfen gab es dann aber doch: Diesmal fand keine Tombola statt. Es sei einfach ein zu großer organisatorischer Aufwand gewesen, berichtet Hannelore Schmidt und Anneliese Künzel: „Da muss man erst mal etwas zusammenbekommen.“ Statt dessen habe man aber ein anderes Highlight in petto: Den Auftritt des Chores Vox musicae, dem Rock-und Pop-Chor der Sängervereinigung 1861 Oberhöchstadt.

Starke Stimmen und ebenfalls viel Herzblut unter der musikalischen Leitung von Bettina Kaspary servierten zur besten Kaffeezeit direkt neben der Kuchentheke musikalische Appetithäppchen der besonderen Art. Rockiges und Poppiges, Lieder die jeder kennt: unter anderem Lollipop, Breakfast in America zu Simon & Garfunkel oder einem Rendezvous der besonderen Art sorgten die Sängerinnen und Sänger für beste Stimmung. Wer dann doch Hunger bekommen hatte, konnte einen Schritt weiter zur gut bestückten Kuchentheke wechseln und sich eins oder auch mehr von den Köstlichkeiten gönnen. „70 Kuchen haben wir dieses Jahr,“ berichtet stolz Hildegard Normann von dem Team an der Kuchentheke, „einen Teil erhalten wir von den Standbetreibern, den Rest von Freiwilligen. Oft spenden jedes Jahr die Gleichen.“ Auch hier ging der Erlös ausschließlich an die Kinderkrebshilfe.

Der Kassensturz hat es an den Tag gebracht: Trotz fehlender Einnahmen aus der Tombola hat der Martinsmarkt einen Betrag in Höhe von stolzen 4.205 Euro für die Kinderkrebshilfe eingebracht. „Davon haben wir allein 1.000 Euro durch private Spenden bekommen, 3.000 Euro kommen aus den Einnahmen von unserem Stand und dem Kuchenverkauf“, so Hannelore Schmidt. Besonderer Dank gilt dabei an die Westerbach-Apotheke. „Frau Schrod hat uns in den letzten Jahren immer schon etwas extra finanziell unterstützt, wir sind ihr dafür sehr dankbar.“ Übrigens, wer Lust hat, bei den Oberhöchstädter Marktfrauen mitzumachen, sie zu unterstützen oder sich zu informieren, der kann sich gerne telefonisch an Hannelore Schmidt unter 06171-9195888 wenden.

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