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Von der künstlerischen Vielfalt der Arten

Großer Zirkus in der Volksbank: Mit mehr als einer Stunde Programm vom Feinsten eröffnete die Kinderkunstwerkstatt ihre aktuelle Ausstellung in Schalterhalle und Galerie in der ersten Etage – anzusehen bis zum 15. Juni. Fotos: Friedel

Königstein (hhf) – Trotz der kleinen Spielecken sind Banken für gewöhnlich Orte, die Kinder nicht freiwillig aufsuchen. Doch auch hier stellt die Königsteiner Filiale der Frankfurter Volksbank mit ihrem ausgefeilten Sponsoring-Programm wieder eine klare Ausnahme dar: Am Freitagnachmittag war das Gebäude prall gefüllt mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern und die hatten vom Boden über die Wände bis an die Decke deutliche Spuren hinterlassen, die auch in den nächsten Wochen – bis zum 15. Juni – noch zu sehen sein werden.

Einmal im Jahr nämlich, so ist es gute Tradition, stellt die Kinderkunstwerkstatt hier ihre neuesten Exponate aus und das wird natürlich mit einer großen Eröffnung gefeiert.

In Anlehnung an das englische Wort für Kunst hatte man sich diesmal die „Artenvielfalt“ als Thema gestellt, Fischmodelle und ähnliches Getier an der Decke ließen dabei den vorbereitenden Besuch im Senckenberg-Museum deutlich erkennen. Da aber auch Tanz- und Schauspielgruppen Beiträge geliefert hatten, wurden die Ergebnisse der bildenden Kunst mit einem bunten Programm aus allerlei Vorführungen präsentiert, so dass der Bankdirektor leicht mit einem Zirkusdirektor verwechselt werden konnte. Umrahmt von zwei vorwitzigen Zirkustierchen begrüßte Thomas Häuser die vielen Gäste – darunter der Kreistagsvorsitzende Jürgen Banzer – und bescheinigte Kursleitern wie Teilnehmern der KiKuWe schon beim Aufbau der Ausstellung größten Enthusiasmus.

Volksbank, Rathaus und Zirkus

„Der Formenschatz menschlicher Kreativität ist so groß wie die Vielfalt der Natur“, lobte Gregor Maier als Kulturbeauftragter des Hochtaunuskreises – und die künstlerische Vielfalt verbindet wiederum alle Menschen. „Jedes Kind träumt vom Zirkus“ und er selbst wäre damals gerne auch dorthin gegangen, erinnerte sich Walter Krimmel. Als Erster Stadtrat und Vertreter des Bürgermeisters möchte man meinen, er hätte mitunter genug Zirkus im Rathaus, er kam aber stattdessen darauf zu sprechen, dass sich die dortigen Kunstausstellungen – obwohl gut besucht – nicht mit diesem Besucherandrang messen könnten, den er nicht zum ersten Mal bei der Kinderkunstwerkstatt erlebte.

Dafür, dass die Stadt sich auch für die Belange der KiKuWe einsetzt, zum Beispiel bei der Suche nach einer neuen Unterkunft, wenn der Mietvertrag im nächsten Sommer ausläuft, bedankte sich Sabine Mauerwerk als Leiterin der Einrichtung. Mit namhaften Sponsoren wie Volksbank, Carls Stiftung oder Lions Club kann sich die KiKuWe ein intensives Arbeiten leisten, wie man nicht nur an den nun ausgestellten Kunstwerken sehen kann. Neben Büchern, aus denen Berge wachsen, Beiträgen zum Insektensterben oder einfach einer Musik-/Krachmachmaschine im Foyer gibt es vor allem regelmäßig einen Zirkus-Workshop. Der zog seine Spuren zum Beispiel mit Stelzengängern durch das reichhaltige Unterhaltungsprogramm zur Eröffnung, unterstützt von der Tanz- und Musical-dance-AG. Wortlos vermittelten die Tänzer fast schon pantomimisch die Situationen, in denen sie sich befanden, egal, ob zufällige Begegnung am Bahnhof oder beim Charlestontanzen in vergangenen Zeiten.

Nach gut einer Stunde voller abwechslungsreicher Vorführungen wanderten die Stelzenläufer schließlich rückwärts und machten Platz für die Zirkustiere, die sich endlich – jeweils Kopf und Hinterteil – aus ihren warmen Kostümen befreien konnten. Direktor Häuser hatte Blumen für die Kursleiter besorgt und empfahl die Kinderkunstwerkstatt nachdrücklich als gute Geldanlage – zwar mit Nullzinssatz, aber großartiger Zukunftsprognose.

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