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KöWo-Podiumsdiskussion sprengte alle Erwartungen

Da kann Königstein sich gut und gerne einmal mehr als Denkmal für Demokratiegeschichte profilieren: Nach den inhaftierten Jakobinern auf der Festung füllten heuer gut 750 Politikinteressierte das Haus der Begegnung. In Zeiten der Politikverdrossenheit schon auch ein leicht geschichtsträchtiges Ereignis, und auch in einem denkmalgeschützten Gebäude. Foto: Bender

Königstein
(gs) – Mit Spannung hatten die Königsteiner Bürgerinnen und Bürger die am Montag stattgefundene Podiumsdiskussion der vier Königsteiner Bürgermeisterkandidaten erwartet. Das Bürgerinteresse an dieser Veranstaltung war überwältigend. Schon im Vorfeld war erkennbar, dass die Bürger unserer Stadt bei dieser Wahl ein großes Sachinteresse zeigen und das Informationsbedürfnis groß ist. Glücklicherweise entschlossen sich die Verantwortlichen, die Podiumsdiskussion in den großen Saal des HdB zu verlegen – nicht auszudenken, wo alle die interessierten Mitbürger sonst hätten Platz finden sollen. Sogar ein Shuttleservice stand bereit, um die Personen ins HdB bringen zu können, denen die Verlegung vom katholischen Gemeindezentrum in der Georg-Pingler-Straße womöglich entgangen war. Der Einlass sollte um 18.30 Uhr beginnen, um 18.20 Uhr war der große Saal bereits zur Hälfte gefüllt. Zwanzig Minuten später gab es in den Stuhlreihen nur noch vereinzelte Lücken und zu Beginn der Veranstaltung war auch die Empore voll besetzt – von Politikmüdigkeit in Königstein keine Spur. Die Stimmung war hervorragend, viele Teilnehmer kamen in kleinen Gruppen und es waren erfreulicherweise viele junge Menschen unter den Zuhörern zu finden. Bei Wasser, Bier und Brezeln baute sich eine große Erwartungshaltung für die nunmehr dritte Podiumsveranstaltung bei den Gästen auf und die Veranstaltung hatte zu diesem Zeitpunkt ein bisschen etwas von einem „Politik-Happening“. Margit Lieverz, selbst seit elfeinhalb Jahren Bürgerin der Stadt Königstein, hatte die Moderation der Podiumsdiskussion übernommen und gemeinsam mit der Redaktion der Königsteiner Woche das Konzept für diesen Abend erarbeitet. Außerordentlich charmant, dabei jedoch auch durchsetzungskräftig und ausgewogen, führte sie durch diesen Abend, der zu einem – und das darf man ruhig so sagen – sehr erfolgreichen Abend werden sollte. Beginnend mit der obligatorischen Vorstellung der Kandidaten bat sie ihre Gäste auf das Podium. Nacheinander nahmen Amtsinhaber Leonhard Helm und seine Herausforderin von der ALK, Nadja Majchrzak, sowie der FDP-Kandidat Ascan Iredi und der unabhängige Königsteiner Geschäftsinhaber Winfried Gann auf dem Podium Platz. Die sehr ansprechende Gestaltung des Podiums mit einer Sesselgruppe, kleinen Abstelltischchen und ansprechender Begrünung ließ die Gruppe fast in einem Wohnzimmer sitzend erscheinen, so dass die Bürger die Kandidaten als ihnen „sehr nahe“ wahrnahmen. Für jene Zuhörer, die in größerer Entfernung Platz gefunden hatten, projizierte ein Beamer das Geschehen auf eine große Leinwand im Hintergrund der Bühne.

Vorstellung der Kandidaten

Bei der Vorstellung der Kandidaten gab es naturgemäß nichts Neues zu vermelden, sind die Lebensläufe jedes Einzelnen mittlerweile doch hinreichend bekannt. Leonhard Helm, seit acht Jahren amtierender Bürgermeister Königsteins, verfügt über ein abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaften und war in den Jahren zuvor als Rechtsreferent beim Deutschen Aktieninstitut e.V. in Frankfurt tätig. Helm tritt mit dem Slogan „Mit Leidenschaft für Königstein“ für eine neue Amtszeit an. Nadja Majchrzak engagiert sich seit zwölf Jahren für die ALK im Stadtparlament. Sie ist ausgebildete Wirtschaftskorrespondentin und arbeitet nach einem Berufswechsel als Erzieherin. Bei ihrer Wahl ist es ihr wichtig, den Charme und die Attraktivität Königsteins zu erhalten. Ihr Wahlslogan lautet: „Königstein gewinnt!“. Ascan Iredi lebt seit zehn Jahren in Königstein, ist ausgebildeter Bankkaufmann und wirbt für sich mit ökonomischem Verständnis und seiner Erfahrung in Personalführungs- und Managementfragen. Nach einem Wahlsieg möchte er Königstein durch „viele große und kleine Veränderungen wieder strahlen lassen“. Winfried Gann tritt als einziger völlig unabhängiger Kandidat bei der Bürgermeisterwahl an. Der studierte Diplom-Biologe führte an, dass „seit Jahren über die gleichen Probleme diskutiert wird, ohne dass sich etwas ändert“. Bei einem Wahlsieg wirbt er für mehr Bürgernähe und ein „Gemeinsames handeln für Königstein“.

Motivation der Kandidaten

Die alles überspannende Frage „Warum möchten Sie Bürgermeister/-in der Stadt Königstein werden?“ war naturgemäß eine der zentralen Fragen des Abends. Wer konnte seine Überzeugungen und Ideen am besten darlegen und damit bei den Zuhörern am meisten Pluspunkte sammeln? Leonhard Helm hatte als Amtsinhaber die Ehre, die Diskussion beginnen zu dürfen und wurde von Lieverz mit der Frage konfrontiert: „Sie treten zum dritten Mal zur Bürgermeisterwahl an, warum wollen Sie es nochmal wissen?“ Leonhard Helm begründete seine Entscheidung zur erneuten Kandidatur mit seiner persönlichen Leidenschaft für Königstein und seinem Wunsch, die Politik und die Entwicklung der Stadt auch weiterhin mitgestalten zu können. Viele Projekte seien in seiner bisherigen Amtszeit bereits abgeschlossen worden, andere hätten erst begonnen und müssten nun noch fortgeführt und abgeschlossen werden. Diesen Prozess möchte er weiterhin begleiten und die offenen Projekte, hier wären die Kinderbetreuung, die Stadtentwicklung und die Sanierung des Kurbads beispielhaft zu nennen, zukunftsweisend abschließen.

Nadja Majchrzak sah sich von Margit Lieverz mit der Frage konfrontiert: „Sie sitzen seit zwölf Jahren im Parlament, warum kandidieren Sie gerade jetzt?“ Ihre Entscheidung begründete Nadja Majchrzak damit, dass einer Kandidatur auch ein gewisser Entscheidungsprozess vorausgehe, den sie sehr bewusst durchlaufen habe und sich nun für eine Kandidatur gewappnet sehe. Bedingt durch ihre langjährige, ehrenamtliche Arbeit in der Kinderbetreuung, u.a. als Vorsitzende des Vereins der Krabbelknirpse e.V., identifiziere sie sich sehr stark mit der Stadt und ihren Bürgern, aber sie kenne auch die Sorgen und Nöte der Eltern, die einen Betreuungsplatz für ihr Kind suchten und in Königstein, wenn sie denn einen Platz fänden, mit erheblichen Kosten konfrontiert seien. In ihrer Parlamentsarbeit habe sie zudem festgestellt, dass auch ihr viele Prozesse und Entscheidungen nicht einleuchtend erscheinen, da es ihnen an Transparenz fehle. Dies möchte Majchrzak unbedingt ändern und „realistische“ Politik betreiben. Sie sei eine Teamplayerin und der tiefen Überzeugung, dass große Ziele nur gemeinsam erreicht werden können, wobei ihr eine Einbeziehung der Bürger in Entscheidungsprozesse sehr wichtig sei.

Ascan Iredi, Kandidat der FDP, stellte sich der Frage: „Ihre Partei hat als Bündnispartner einen eigenen Kandidaten aufgestellt. Sind Sie sich dessen bewusst, dass Ihre Kandidatur das Bündnis sprengen könnte und warum haben Sie sich trotzdem dazu entschlossen?“ Iredi ließ sich von diesem leisen Vorwurf nicht beirren und führte aus, dass er das momentan bestehende Bündnis aus CDU, SPD, FDP und Grünen als „Arbeitsgemeinschaft“ für viele Themen betrachte und dass man bewusst keine Koalition geschlossen habe. Er geht davon aus, dass bei seiner Wahl der Fortführung des Bündnisses nicht im Wege stehen wird. Seine Motivation entspringt dem Wunsch nach Erneuerung der Politik. Königstein brauche eine „Erfrischung“ und neue Sicht- und Herangehensweisen seien notwendig, um Königstein für die Zukunft fit zu machen. Für Ascan Iredi stehen die Sachfragen eindeutig im Vordergrund, diese müssten deutlich priorisiert und entsprechend sachlich abgearbeitet werden. Iredi vermisst in Königstein das „anpacken“ und den Mangel an Entscheidungsfreude. Ein Bürgermeister müsse natürlich zum Wohle aller Bürger handeln, aber wenn aus einer Diskussion keine Entscheidung hervorgehe, müsste er eben auch mal „sein Ding“ durchziehen und eine Entscheidung treffen, um die Sachthemen voranzubringen.

Winfried Gann ist ebenfalls der Meinung, dass die Erarbeitung von Lösungen für die dringenden Fragen der Stadt viel zu lange dauere. Margit Lieverz stellte ihm dann auch die Frage: „Sie sind Gewerbetreibender in Königstein und sind bisher nicht in den politischen Gremien der Stadt aktiv gewesen. Was bewegt Sie zu der Kandidatur?“ Winfried Gann reklamierte für sich, dass er Politik in dieser Stadt genau so wahrnimmt, wie dies sie meisten Bürger täten – Frei von allen politischen Ämtern und Verpflichtungen. Diese „ungefilterte“ Sicht auf die Dinge könne auch ein Vorteil sein, da er sich so gut in die Bürger hineinversetzten könne. Die Entscheidungsprozesse seien sehr lang, oft passiere auch dann, wenn Beschlüsse vorlägen schlicht gar nichts. Diesen Zustand hält er für untragbar und möchte die Prozesse beschleunigen. Seine Devise lautet: „Erkennen, benennen, lösen.“ Probleme müssten in Zukunft parteiübergreifend und im Sinne der Bürger gelöst werden. Dafür stehe er als unabhängiger Kandidat.

Blick in die Zukunft

Diese Runde wurde von Winfried Gann eröffnet, der ohne Zögern die Innenstadtgestaltung als vordringliches Thema betrachtete. Der Parkplatzsuchverkehr, die mangelnde Sauberkeit in unserer Stadt und das fehlende Innenstadtkonzept brennen ihm besonders auf den Nägeln. Die Unterbesetzung des Ordnungsamtes trage zu den Problemen bei, auch hier sieht er dringenden personellen Handlungsbedarf. Darüber hinaus müssten Entscheidungsprozesse beschleunigt und deren Lösungen zügig umgesetzt werden. Damit könne man bereits viel erreichen und unsere Kurstadt würde in einem besseren Licht erscheinen.

Amtsinhaber Leonhard Helm verwies auf seine politischen Erfolge bei der Sanierung des HdB und der Neugestaltung der Schneidhainer Sportanlagen. Er habe bereits viel erreicht und die bereits benannten Themen müssten nun, nachdem auch hier bereits große Fortschritte erzielt wurden, gezielt abgeschlossen werden. Er verwies aber auch auf die Tatsache, dass ihm als Bürgermeister zeitweise die Hände gebunden seien und schnelle Lösungen, wie z.B. beim Thema Kreisel, von anderen Stellen abhängig seien. Bezugnehmend auf das Statement von Winfried Gann kann er die erforderliche personelle Aufstockung des Ordnungsamtes nur bestätigen. Dies sei eigentlich keine Frage, die finanziellen Mittel seien nun vorhanden und überhaupt „verdienen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes ihr Geld schließlich weitgehend selbst“. Außerdem regte Helm die Erarbeitung einer neuen Reinigungssatzung für die Innenstadt an, da seiner Meinung nach auch die Anrainer ihren Reinigungspflichten oft nicht nachkämen.

Nadja Majchrzak hingegen sieht dringenden Verbesserungsbedarf auf dem Feld der Transparenz und möchte eine „behutsame“ Entwicklung der Stadt vorantreiben. Der geduldete „Verfall“ mancher Liegenschaften müsse beendet werden, da dies dem Stadtbild nachhaltig schade. Man müsse kontinuierlich an den drängenden Themen „dran bleiben“ und dürfe nicht lockerlassen. Unter „behutsamer Entwicklung“ versteht Majchrzak, dass die Probleme strukturiert und aufeinander abgestimmt angegangen werden. Bei großen Entscheidungen und Projekten müssten im Vorfeld alle Aspekte betrachtet und berücksichtigt werden. Es nütze nichts, wenn Baugebiete ausgewiesen werden, ohne im Vorfeld die Verkehrs- und Kinderbetreuungsfrage betrachtet und gelöst zu haben. Wichtig ist für sie, dass erst die Voraussetzungen geschaffen werden und darauf die Entwicklung folge! Außerdem fordert sie Transparenz bei Entscheidungsprozessen. Die Bürger würden einfach viele Entscheidungen nicht verstehen, weil ihnen niemand die Hintergründe dazu darlegt. Dies müsse im Sinne der Bürger besser gelöst werden.

Für Ascan Iredi steht die Priorisierung der anstehenden städtischen Projekte und deren zügige Umsetzung im Fokus. Transparenz bedeutet für ihn, den Bürgern zu erklären, warum er priorisiert. Er bedauert, dass Königstein viel von seinem Renommee eingebüßt hat und manche Frankfurter nicht einmal mehr wüssten, dass die Stadt eine Burg ihr Eigen nennt. Sein Wunsch wäre, dass Königstein wieder mehr Strahlkraft bekäme und als Kur- und Tourismusstadt wahrgenommen würde. Große Projekte, so zeige seine langjährige Erfahrung, brauchen Zeit und es bedarf umfangreicher Netzwerke in Politik und Wirtschaft, um große Vorhaben zügig umsetzten zu können. Transparenz ist aus seiner Überzeugung zwar gerne gesehen, aber bedauerlicherweise nicht überall möglich. Oft sprechen rechtliche Regelungen gegen eine Offenlegung von Informationen, woran man sich als Stadt halten müsse.

Bürgerfragen

Gabriele Terhorst eröffnete die Fragerunde mit einem Hinweis auf die Kosten der geplanten Kurbadsanierung, deren angenommene Gesamthöhe sie stark bezweifelt. Leonhard Helm verwies auf die erfolgte Haushaltssanierung und bezifferte die momentan errechneten Gesamtkosten für die Sanierung auf insgesamt 10,5 Millionen Euro. Neuere Zahlen lägen ihm nicht vor. Es entspann sich darüber hinaus eine Diskussion über die Höhe der Betreuungskosten für Kinder unter drei Jahren (U3-Betreuung).

Kritisiert wurde von Nadja Majchrcak die zu geringe Anzahl an Plätzen sowie die damit verbundenen Kosten von bis zu 700 Euro monatlich, während Leonhard Helm auf die Neuschaffung von 500 Plätzen in den vergangenen Jahren verwies. Der Idee von Majchrzak, Gelder für fremdbetreute Königsteiner Kinder in anderen Gemeinden einzusparen, indem man mehr eigene Plätze schaffe, stellte Ascan Iredi entgegen, dass man Eltern nicht vorschreiben könne, wo sie ihr Kind betreuen ließen. Die Entscheidungskriterien hierzu sein vielfältig und kaum steuerbar.

Rainer Kowald sorgte sich um den Wirtschaftsfaktor Tourismus und zeigte sich besorgt über die Tatsache, dass Königstein seit 2016 nicht mehr über einen hauptamtlichen „Kurchef“ verfügt. Er fragte, wie die Koordination von Tourismus, Kurbad und Gesundheitssektor ohne professionelle Leitung funktionieren solle. Außerdem wollte er gerne wissen, wann mit der Fertigstellung der HdB- Bühne zu rechnen sei, da diese in der jetzigen Form als solche nicht nutzbar sei. Leonhard Helm entgegnete, dass der momentane Geschäftsführer des Kurbades, der auch als „Kurchef“ fungiere, sehr gute Arbeit leiste. Dieser Ansicht wollten Iredi und Majchrzak sich nicht anschließen und befürworteten einen hauptamtlicher Vertreter für das Stadtmarketing. Zum Thema HdB hatte Helm zu berichten, dass er das Haus als zweckmäßig ausgestattet ansieht, wobei ihm Ascan Iredi zustimmte. Nadja Majrchzak moniert die hohen Kosten für Vereine, die dadurch das Haus nicht nutzen könnten. Hier stimmte Winfried Gann zu, der das Problem in einem fehlenden Nutzungskonzept ausmachte. Es fehlten Parkplätze und ein Hotel, um durch eine höhere Auslastung eine Kostensenkung für Vereine erreichen zu können.

Sonja Bräustedt brannte die Frage der Hortbetreuung unter den Nägeln. Wenn die katholische Hortgruppe geschlossen wird, steht als Alternative nur die Liegenschaft “Am Kaltenborn“ als Ausweichquartier zur Verfügung.

Alle Kandidaten waren sich zu diesem Thema einig, dass die Liegenschaft am Kaltenborn lediglich eine Ausweichlösung darstellen wird. Es sollte aber auch weiterhin über Alternativen, wie z.B. das Haus in der Sodener Straße oder eine Containeranlage nachgedacht werden. Während Winfried Gann sich um die Verkehrssituation am Kreisel sorgte, dachte Iredi über örtliche, organisatorische und finanzielle Voraussetzungen für eine Alternative nach. Für Leonhard Helm ist „Am Kaltenborn“ eine notwendige, wenn auch nicht ideale Notlösung. Provisorien seinen selten eine gute Lösung und man müsse auch an die Renovierung des Kindergartens in der Eppsteiner Straße denken, der später in vollem Umfang als Hort zur Verfügung stehe.

Nils Brüggemann interessierte sich für die Frage, welches Jugendkonzept sich die Kandidaten für Königstein vorstellen könnten.

Während Nadja Majchrzak eine Neuauflage des Jugendhauses mit bewährter Jugendbetreuung favorisierte, schätzte Winfried Gann die Lage anders ein. Die Jugend würde mehr Zeit zuhause verbringen und eine Jugendeinrichtung wäre eher ein Ort für „schwierige“ Jugendliche. Er präferierte deshalb ein Jugendhaus und dessen Selbstverwaltung, um den Jugendlichen mehr Eigenverantwortung und damit eine Aufgabe zu übertragen. Iredi schloss sich der Sichtweise weitgehend an, da er bezweifelte, dass Jugendliche „betreut“ werden müssten. Es wäre wichtiger der vielfältigen Jugendkultur bessere Entfaltungsmöglichkeiten zu eröffnen. Leonhard Helm, dem die Jugendarbeit nach eigenem Bekunden sehr am Herzen liegt, verwies auf das neue Beachclub-Angebot, das sehr gut ankäme und versprach, mit dem engagierten Jugendpfleger weiter an guten Ideen zu arbeiten.

Vision von Königstein in sechs Jahren

Zum Abschluss dieser informativen, wie auch erfolgreichen Podiumsdiskussion stellte Margit Lieverz allen Kandidaten eine sehr interessante Frage, die diese möglichst kurz und „knackig“ beantworten sollten: „Wenn Sie jemandem das Königstein, dass Sie mitgestaltet haben in sechs Jahren vorstellen sollten – Was würden Sie sagen, was haben sie dann geschafft?“

Leonhard Helm: „Der neue Kindergarten steht und wird von den Kindern besucht. Die Kurbadsanierung ist abgeschlossen und die Kernstadt verfügt über eine schöne neue Grundschule im Herzen der Stadt und in den Herzen der Menschen.“

Ascan Iredi: „Wesentliche Punkte sind auf der Basis solider Finanzen abgearbeitet und Königstein ist fit für die Zukunft! Wir haben ein neues Hotel und der Tourismus blüht.“

Winfried Gann: „Der Umgang miteinander (Bürger, Gremien und Verwaltung) ist sehr viel besser geworden. Es wurden neue Strukturen geschaffen und bessere Verfahren führen zu einer beschleunigten Umsetzung von Projekten. Das Stadtentree ist ansprechend gestaltet und die neue Grundschule der Kernstadt ist ein Zentrum für unsere Kinder!“

Nadja Majchrzak: „Die Bürger fühlen sich in Königstein wohl und unsere Stadt ist über die Generationen hinweg familienfreundlich. Betreuung wird bezahlbar sein, der Personenverkehr verbessert und in jedem Stadtteil gibt es einen Nahversorger. Die Gesundheitsbranche ist unsere Kernbranche und das HdB, nebst neu gebauten Hotel ist immer ausgelastet!“

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