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Schwalbach (sz). Zum Abschluss der Ausstellung „Meine jüdischen Eltern – meine polnischen Eltern“ zeigen die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (CJZ) und der Arbeitskreis Städtepartnerschaft Olkusz-Schwalbach am Dienstag, 15. April, den Film „In fremder Haut“.
Die Dokumentation von Andrzej Klamt porträtiert vier Menschen aus ganz Europa, die wissen wollen, in welcher Haut sie einst geboren wurden, zu Zeiten des Krieges. Ulla Nielsen, Psychologin in Grönland, hat seit dem Kriegsende eine rastlose Odyssee durch Heime und Pflegefamilien durchlebt. Michael Reiner züchtet Bienen wie andere Nachbarn in seinem Osttiroler Bergdorf. Dabei stand seine Wiege, wie er später erfuhr, fernab in der Ukraine. Der pensionierte Konzertmeister Dieter Stanzeleit wiederum ist fest davon überzeugt, in Wahrheit rumänischer Thronfolger zu sein. Erst mit 35 Jahren fand der katholische Priester Romuald Waszkinel aus dem polnischen Lublin heraus, dass er in Wirklichkeit in einem jüdischen Ghetto geboren wurde.
Wie für alle Protagonisten des Films bleibt für ihn die zentrale Lebensfrage: Wo komme ich her? Wer sind meine wahren Eltern? Und wer bin ich in Wirklichkeit selbst?
Der deutsch-polnische Filmemacher Andrzej Klamt hat die Dokumentation 2009 für das ZDF und Arte gedreht. Er stellt seinen Film am 15. April um 19.30 Uhr im Raum 7+8 im Bürgerhaus vor. Der Eintritt kostet fünf Euro.
Die Filmvorführung bildet den Abschluss der Ausstellung „Meine jüdischen Eltern – meine polnischen Eltern“, die zurzeit während der Öffnungszeiten des Rathauses im Bürgerhaus zu sehen ist.
Andrzej Klamt zeigt am 15. April im Schwalbacher Bürgerhaus seinen Film „In fremder Haut“. Foto: Halbtotal
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