Urkunden und Glückwünsche für viele meisterhafte Jahre

Hochtaunus (eh). Ein volles Programm absolvierte die Kreishandwerkerschaft Main-Taunus und Hochtaunus bei der Ehrungsfeier im Bad Homburger Kurhaus. Außer Seniormeistern und frisch gebackenen Jungmeistern wurden auch Betriebe geehrt, die es bereits seit 100 Jahren gibt. Darüber hinaus wurden Meister mit 60-jährigem Dienstjubiläen geehrt. Musikalisch unterhielten die „HUSiten“ der Humboldtschule unter der Leitung von Alexander von Edlinger.

Drei Firmen feierten in diesem Jahr ihr 100-jähriges Geschäftsbestehen: die Firma Dachdeckermeister Willy A. Löw AG in Bad Homburg, die Firma Manfred Heinrich Löw Dachdeckermeister GmbH & Co. KG in Friedrichsdorf und die Firma Heizungsbau Bayer GmbH in Oberursel. Des Weiteren gab es es sieben Firmen, die ihr 50-jähriges Geschäftsjubiläum begehen konnten sowie 34 Firmen, die für 25-jähriges Bestehen geehrt wurden.

31 Jungmeister erhielten ihre Urkunden, darüber hinaus wurden Meister- und Arbeitsjubilare geehrt. So feierten sechs Personen ihr 25-jähriges Meisterjubiläum, sechs Personen ihr 40-jähriges. Genau so viele wurden auf die Bühne im Kurhaus gerufen, die ihr 50-jähriges Meisterjubiläum feierten. Tischlermeister Heinrich Röhrl aus Oberursel wurde für 60 Meisterjahre geehrt.

Ihr 25-jähriges Arbeitsjubiläum feierten drei Meister, je einer sein 40-, 50- und 60-jähriges Arbeistsjubiläum. Letzterer ist Hans Krusche, der als Feinmechaniker bei der Kurt Huber GmbH in Oberursel beschäftigt ist. Alle Namen der Jubilare können im Internet unter www.handwerk-hochtaunus.de abgerufen werden. Kreishandwerksmeister Walter Gernhard hob hervor, dass alle Meister voller Ideen und Tatkraft stecken. Zudem betonte er, dass die Meisterpflicht, die es seit 2004 nicht mehr gibt, für 54 Berufe ab 2020 wieder eingesetzt werden soll.

Dieses Thema griff auch der Präsident der Handwerkskammer Frankfurt Rhein-Main, Bernd Ehinger, in seinem Grußwort auf. „Wir wollen keinen Pfusch am Bau.“ Das könne nur über das Handwerk und eine gute Ausbildung verhindert werden. So würde es zum Beispiel auch keinen Umweltschutz ohne Handwerk geben. „Wir brauchen das Handwerk, jemanden, der die Technik einbauen kann.“

Was die Auftragslage betreffe, so sei sie bei 90 Prozent der Betriebe gut. „Beim Handwerk denken wir über die Generationen hinweg. Das Handwerk ist nachhaltig und das Rückgrat der Gesellschaft.“ Allerdings nannte Ehinger auch die Zahl von 250 000 Stellen bundesweit, die fehlen. „Die Kunden müssen immer länger warten.“ Ehinger betonte, dass das Handwerk kein Beruf, sondern eine Berufung sei.

Bad Homburgs Bügermeister Meinhard Matern hob hervor, dass Bad Homburg ein starker Wirtschaftsstandort sei. „Wir sind stolz auf die Willy A. Löw AG. Diese Firma ist Vorbild für alle Handwerksbetriebe.“ Die Ehrung der Jubilare und die Überreichung der entsprechenden Urkunden wurde durch den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Main-Taunus und Hochtaunus, Eberhard Haag, vorgenommen.

1990 hatte die Kreishandwerkerschaft einen neuen Geschäftsführer gesucht, und die Wahl war auf Eberhard Haag gefallen. Seitdem moderierte er jedes Jahr auch die Ehrungsveranstaltung der Meister und Junggesellen. Im Januar geht Haag nun in den Ruhestand.

Weitere Artikelbilder:



X