Bürgerpreis für ehrenamtliches Engagement

Oliver Klink, Ulrich Krebs, Sabrina Reulecke, Damian Russek, Bernhard Läpke und seine Tochter Claudia Läpke, Peter Ferres und Michael Cyriax bei der Bürgerpreis-Übergabe im Campus Bad Homburg. Foto: fk

Main-Taunus (mtk). Zum 17. Mal hat die Taunus Sparkasse mit ihrem Bürgerpreis ehrenamtlich engagierte Menschen aus dem Main-Taunus-Kreis und dem Hochtaunuskreis ausgezeichnet. Landrat Michael Cyriax, Verwaltungsratsvorsitzender, und Landrat Ulrich Krebs, stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender, würdigten auf dem Campus der Taunus Sparkasse in Bad Homburg den Einsatz von neun besonderen Personen, Unternehmern und Initiativen.

„Jetzt geht’s los – anpacken statt darüber reden“, so lautet in diesem Jahr das Motto. Der guten Tradition folgend erhielten die Preisträger als Anerkennung nicht nur wertschätzende Worte, sondern auch eine gesonderte Urkunde, eine Glas-Statue mit persönlicher Gravur und ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 5400 Euro. „Ehrenamt hat viele Gesichter. Mit dem Bürgerpreis würdigen wir heute engagierte Menschen, die auch in dieser schwierigen Zeit anpacken, Initiative ergreifen und sich aus Überzeugung für ihre Mitmenschen einsetzen. Ich danke Ihnen allen für Ihr vorbildliches Engagement für unsere Gemeinschaft“, sagte Landrat Michael Cyriax bei der feierlichen Preisübergabe.

Zum Ende der Veranstaltung bedankte sich der Vorstandsvorsitzende Oliver Klink bei den Preisträgern und lud zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch ein. Mit den nun ausgezeichneten Personen haben seit 2006 insgesamt 130 Menschen den Ehrenamtspreis der Taunus Sparkasse erhalten. Schon jetzt steht fest: Auch im nächsten Jahr wird es eine Ausschreibung geben. Das Motto für 2023 lautet „Wir halten zusammen“.

In der Kategorie „Engagierte Unternehmer“ wurde der Gründer und Direktor der Metropolitan School Frankfurt, Peter Ferres, aus Bad Soden ausgezeichnet. Die internationale Schule unterstützt geflüchtete ukrainische Familien, die am Frankfurter Flüchtlingszentrum ankommen, bevor sie im Rhein-Main-Gebiet untergebracht werden. Die Lehrerin Kelly Mann organisierte mit Elternvertretern über die Schulküche täglich Essen und Lebensmittel für bis zu 200 Flüchtlinge, darunter Snacks, Obst und eine warme Mahlzeit für die Ankömmlinge nach ihrer langen Reise. Die Schule bietet elf ukrainischen Kindern kostenlos Ganztags-Schulplätze an, sammelt Geldspenden und organisiert fortlaufend Sachspenden für Flüchtlingsfamilien.

In der Kategorie „Alltagshelden“ erhielt Sabrina Reulecke aus Eppstein alias Brina Stein aus dem Taunus die Auszeichnung. Sie ist die Herausgeberin des Buches „Fröhliche Weihnachten im Taunus – 14 Kurzgeschichten“, das sie mit sieben weiteren Autorinnen geschrieben hat. Es erschien im November vergangenen Jahres mit einem Vorwort von Nele Neuhaus. Die Erlöse gingen an die Deutsche Waldjugend Kelkheim. Zusätzlich zu ihrer Mitgliedschaft im Burgverein, der Tourismusgruppe „Eppstein lebt“ und kulturellen Einsätzen in der Region engagiert sich Sabrina Reulecke seit vielen Jahren im Vorstand des Bundesverbands junger Autorinnen und Autoren. Sie gründete vor fünf Jahren die heute 15-köpfige Eppsteiner Autorengruppe. Ihre Eppstein-Krimis sind inzwischen weit über die Grenzen des Taunus hinaus bekannt. Für ihren neusten Krimi „Mord ohne Reue“ hat sie eine Kooperation mit dem Tierschutzverein Kelkheim geschlossen und sammelt auf Lesungen und Veranstaltungen aktiv Spenden.

In derselben Kategorie wurden Gardy und Bernhard Läpke aus Bad Soden ausgezeichnet. Im Januar 2000 entstand das „Projekt Schmetterling“ als psychoonkologische Beratungsstelle für Patientinnen mit gynäkologischen Krebserkrankungen. Als ausschließlich spendenfinanziertes Pilotprojekt für Patientinnen mit gynäkologischen Tumorerkrankungen und deren Angehörige wurde das Projekt 2001 vom Hessischen Sozialministerium als „Modellprojekt für Hessen“ im Sinne einer frauengerechten Gesundheitsversorgung anerkannt. Damit das Projekt auch für die Zukunft gut aufgestellt ist, haben Gardy und Bernhard Läpke 2007 zusammen mit engagierten Bürgern und Betroffenen den „Verein Projekt Schmetterling“ gegründet und seitdem mehr als 1,3 Millionen Euro Spendengelder für die psychoonkologische Betreuung von Krebspatienten und deren Angehörigen eingenommen. Bernhard Läpke war bereits seit Vereinsgründung Schatzmeister und stellvertretender Vorsitzender. Seit 2011 ist er Vorsitzender des Vereins. Aktuell finanziert der Verein ambulante und stationäre psychoonkologische Betreuungsprojekte, die nicht von den Krankenkassen basisfinanziert werden.

Das Engagement von Damian Russek aus Kelkheim ist vielseitig. Er ist ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Kelkheim Mitte und bei der Kelkheimer Kolpingfamilie tätig. Außerdem engagiert er sich beim AKK-Elferrat, bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und ist Mitglied im Ortsbeirat der Pfarrei St. Franziskus in Kelkheim. Vor allem bei der Pflege des Klostergartens und im Aufbauteam der großen Klosterkrippe ist er insbesondere mit dem Einsatz an der Kettensäge nicht wegzudenken.



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