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Verbreitungsgebiet des Kronberger Boten und seiner Partner

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ihre regionale Wochenzeitung für Kronberg, Oberhöchstadt und Schönberg und zwar seit 1996.

(S)TÜRMisches

Das Fest der Liebe steht in Kürze bevor – eine Tatsache, so sicher wie das Amen in der Kirche, aber doch immer wieder überraschend in seiner Plötzlichkeit und nervenaufreibend, hält es uns doch durch den gesamten Advent in unterschiedlicher Intensität in Atem. Schließlich ist Weihnachten nicht nur ein Heimspiel am 24. Die ersten Vorboten können wir bereits kurz nach den Sommerferien in den Regalen der Supermärkte bestaunen: Da stapeln sich Christstollen, Lebkuchen & Co, während uns noch der sommerliche Schweiß auf der Stirn steht. Spätestens nach den unsäglichen Halloweenfeiern drängeln sich die ersten Termine für die betrieblichen sowie vereins- oder clubbedingten Weihnachtsfeiern in den Kalendern. Alle haben erfahrungsgemäß wenig mit Weihnachten zu tun, sondern frönen fetten, zugegebenermaßen leckeren, Gänsen und übermäßigem Alkoholabusus. Um den Stress zu erhöhen, hat sich irgendein Wahnsinniger das „Wichteln“ ausgedacht, das mittlerweile flächendeckend praktiziert wird. Hat man dies alles einigermaßen unbeschadet überstanden, gilt der nächste Gedanke endlich dem heimischen Weihnachtsfest, der personellen Zusammensetzung desselben und damit einhergehend der alljährlichen Frage: Wo wird gefeiert, zuhause oder bei den Schwiegereltern? Und was schenke ich wem? Oder sollte man sich dieses Jahr nicht einmal darauf einigen, dem Konsumwahnsinn die Stirn zu bieten? Netter Gedanke, der sich Kindern jeden Alters leider nur schwer vermitteln lässt. Außerdem hat Tante Herta schon im Frühling Krawatten und Socken gebunkert und der neue Staubsauger für Mutti muss unter den Baum. Na gut, dann alles wie gehabt; das Schleppen von überladenen Tüten durch mit Weihnachtsschnulzen geschwängerte, sauerstoffarme Kaufhausluft könnte man sich dank Internet allerdings ersparen. Ständig eintrudelnde Paketsendungen, deren Inhalt dann doch nicht überzeugt, erfordern jedoch ebenfalls eine gewisse Ausdauer – vor allem, wenn man sich zum Zurückschicken in ellenlange Schlangen vor der örtlichen völlig überlasteten Postfiliale einreihen darf! Advent, die Zeit der Stille und Einkehr. Geschenkt wird sie einem nicht, man muss sie sich hart erkämpfen. Spätestens am Heiligabend sollte es dann doch mal so weit sein, hofft man... Aber auch diese Illusion wird uns genommen, betrachten wir die Statistik der häuslichen Gewalt ausgerechnet an diesem Familienfest. Es empfiehlt sich bereits im Vorfeld ein ausgeklügeltes System der zu besprechenden Themen auszuarbeiten. Dieses Jahr ist das weihnachtliche Gelände besonders vermint, denn zum üblichen Festtagsgezänk gesellen sich polarisierende Themen wie das Scheitern von Jamaika, die Rolle der AfD, die Flüchtlingsobergrenze oder die aus den USA zu uns geschwappte Sexismusdebatte. Unsere amerikanischen Freunde durften 2016 an Thanksgiving – vergleichbar mit unserem Weihnachten – bereits diese familienspaltende Erfahrung machen. Trump und Clintonwähler in einer Familie – tödlich! Eine Studie belegt, dass die Feiern unter dieser Konstellation 30 Minuten kürzer ausfielen als üblich. Gekrönt wurde das Ganze von „Hassgeschenken“: Demokraten provozierten die Verwandtschaft, indem sie an linke Organisationen spendeten! Na ja, so unversöhnlich stehen sich die Lager hier wohl nicht gegenüber, hoffentlich. Also was tun? Der Psychologe warnt vor zu hohen Erwartungen, selbst wenn diese nur den Vorsatz beinhalten, sich nicht zu streiten. Da könnten sich dann selbst harmloseste Brettspiele als höchst explosiv erweisen. Na, dann! Einen allseits frohen Advent wünscht

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