Schönberg (mw) – Wenn die Kinder der städtischen Kita „Villa Racker-Acker“ loslegen, dann reicht ein einfaches CD-Abspielgerät nicht immer aus. Schließlich sind die Sommerfeste in der Villa Racker-Acker (wie auch in anderen Kitas in Kronberg) legendär. Durchaus aufwendig von Leitung, Erzieherinnen und Kindern choreografierte Stücke werden auf einer großen Bühne und gerne auch im Freien aufgeführt. Zu diesem Zweck werden verschiedene Musikstücke passend zusammen geschnitten und natürlich wird ein Mikrofon verwendet. Ein großer Moment für Eltern und für den Nachwuchs, der hier das erste Mal vor Publikum etwas vorspielt, tanzt oder singt. Damit die Kindergarten- und Hortkinder der Villa Racker-Acker auch in Zukunft solche Erlebnisse mit prickelnder Theateratmosphäre erleben können, haben die erste Vorsitzende des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Katharina Mauch, und Kassenwart Josef Eberhardt der langjährigen Einrichtungsleiterin, Carmen Betzwieser, am Montag einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro überreicht.
„Wir haben das Geld, das wir ebenfalls durch Spenden, aber auch durch die Mitgliedsbeiträge und beispielsweise durch Kuchenverkauf erwirtschaften konnten, früher dem Jugendhilfswerk in Frankfurt gespendet“, berichtete die erste Vorsitzende. Doch inzwischen fehle es auch in Kronberg an so vielen Ecken und Enden – die AWO hat schon die Partnerschaftsvereine, die Jugend, die Seniorenheime und die Königsteiner Tafel mit kleinen finanziellen Beträgen unterstützt – „sodass wir uns entschieden haben, unsere Spenden in Kronberg zu belassen.“ Carmen Betzwieser strahlte bei der symbolischen Spendenscheckübergabe in der Kita, bei der die Gäste einen Blick auf den Turnunterricht werfen durften, denn auch der wird gerne mit Musik untermalt. „Wir sparen jetzt schon länger auf eine hochwertige Musikanlage“, erklärt sie. Beim Sommerfest im vergangenen Jahr waren sie von der in Kronberg ansässigen Firma „Accenture“ bereits mit 1.000 Euro reich bedacht worden. „Wir haben danach auch alle Kataloge gewälzt, mussten aber feststellen, dass eine Anlage, wie wir sie für unsere Zwecke brauchen, noch teurer ist.“ Man entschied sich das Geld zu parken und hoffte auf weitere Spender. „Vor allem auch unsere Großen, unsere Hortkinder, sind begeisterte Musik- und Bühnenfans. Sie werden glücklich sein, jetzt wieder mit einer funktionierenden Anlage ihre Kreativität zeigen zu können“, freute sich Betzwieser.
Die Arbeiterwohlfahrt Kronberg, bei der auch Königsteiner Mitglied sind, setzt sich entsprechend ihrer tief verwurzelten Grundsätze für bedürftige Menschen ein, unterstützt sie bei der Bewältigung sozialer Probleme und Aufgaben, um einen demokratischen und sozialen Rechtsstaat zu verwirklichen. „Um unserer Aufgabe gerecht werden zu können, brauchen wir natürlich auch Nachwuchs in unseren eigenen Reihen“, betont Mauch, die auch über Möglichkeiten, mit mehr Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, nachdenkt. „Momentan sind wir aber auf einem ganz guten Weg, denke ich.“ Gerade habe man mit Dr. Ilja-Kristin Seewald aus Königstein, dort Vorsitzende der SPD, eine weitere Unterstützerin für den Ortsverein gewonnen. Außerdem darf sich der Ortsverein über eine Gönnerin freuen. „Sie hat uns ihren Nachlass übereignet, sodass wir jetzt in der Lage sein werden, eine Stiftung zu gründen“, verkündet sie die freudige Botschaft, die ihnen in Zukunft eine verlässliche Größe sein dürfte, in der Unterstützung von bedürftigen Menschen.