Königstein/Berlin (kw) – Fastnacht feiern und dabei Gutes tun – genau das haben die Plaschis in dieser Kampagne bewiesen. Dank zahlreicher Unterstützerinnen und Unterstützer konnten stolze 3.000 Euro für das Moby-Projekt in der Berliner Charité gesammelt werden. Eine kleine Delegation, bestehend aus Daniel Georgi, 1. Vorsitzender der Plaschis, Angelika Georgi, Mitglied des erweiterten Vorstands, und Mitglied Dieter Giese reiste nach Berlin, um den symbolischen Scheck persönlich an Prof. Dr. Angelika Eggert, die Leiterin der Kinderonkologie, zu übergeben.
Schutz für krebskranke Kinder
Moby ist ein mobiles Schutzsystem, das krebskranke Kinder in der Klinik vor gefährlichen Keimen schützt und ihnen gleichzeitig mehr Bewegungsfreiheit ermöglicht. Durch die Plaschi-Spendenaktion kann Moby nun ein ganzes Jahr lang in der Charité betrieben werden – eine enorme Hilfe für die kleinen Patientinnen und Patienten.
Die Plaschis bekamen einen tiefen Einblick in die Herausforderungen, mit denen krebskranke Kinder und ihre Familien täglich konfrontiert sind. Eggert erklärte, dass viele Kinder nach der Behandlung ein derart geschwächtes Immunsystem haben, dass sie wochenlang in einem sterilen Zimmer isoliert bleiben müssen – oft können sie ihre Eltern nur durch eine Plexiglasscheibe sehen.
„Es war unglaublich berührend zu hören, wie sehr sich die Kinder darüber freuen, wenn sie mit Moby aus ihrem Zimmer fahren und endlich wieder etwas vom Klinikleben mitbekommen können“, berichtete Giese.
Die Kinder haben von ihren Zimmern aus oft nur den Blick auf die Mittelallee, die Hauptstraße durch die Charité. Moby ermöglicht es ihnen, selbst auf dieser Allee zu fahren – sicher und geschützt. Gesteuert wird Moby entweder durch die Kinder selbst per Joystick oder durch ihre Eltern. Daniel und Angelika Georgi konnten Moby vor Ort selbst ausprobieren, da das derzeit einzige Gerät zur Wartung war und nicht von den jungen Patienten genutzt wurde.
„Sich selbst in Moby zu setzen und damit zu fahren hat uns gezeigt, was für eine unglaubliche Freiheit dieses System den Kindern bietet. Es ist nicht nur eine technische Hilfe, sondern schenkt den kleinen Patientinnen und Patienten ein Stück Lebensfreude zurück“, so Angelika Georgi.
Unterstützung aus vielen Bereichen
Dass diese Spende überhaupt möglich wurde, ist dem großen Engagement vieler Menschen zu verdanken. Paul Ruoff, langjähriges Mitglied der Plaschis, hatte sich zu seinem 90. Geburtstag anstelle von Geschenken Spenden für den guten Zweck gewünscht. Sein Sohn Matthias Ruoff unterstützte die Aktion, indem er wichtige Informationen und den Kontakt zur Charité herstellte.
Ein großer Dank gilt außerdem den Organisatoren des Spendenstandes, den vielen Eltern, die Kuchen und Muffins gebacken haben, sowie den befreundeten Vereinen wie dem HBV Schneidhain, bei deren Veranstaltungen ebenfalls Spenden gesammelt wurden.
Auch Burgfräulein Malva I. und ihr Hofstaat setzten sich aktiv für die Spendenaktion ein, indem sie bei den Plaschi-Sitzungen für die Truhe sammelten und über das Projekt informierten.
Eine tragende Rolle bei der gesamten Aktion spielte Nadja „Naddel“ Sya, die mit unermüdlichem Einsatz die Organisation des Spendenstandes übernahm. „Ohne Dich wäre diese Aktion nicht möglich gewesen – Dein Engagement und Herzblut haben uns alle inspiriert!“, betonen die Plaschis.
Politische Unterstützung
Nachdem Bundestagsabgeordneter Norbert Altenkamp von der Spendenaktion gehört hatte, lud er eine kleine Delegation der Plaschis nach Berlin ein. So wurde die Spendenübergabe nicht nur eine feierliche Geste, sondern auch eine Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von der Situation in der Kinderonkologie zu machen.
Ein weiteres erfreuliches Ergebnis der Berlin-Reise: Die Reinigungsstation der Charité hat anerkannt, dass für Moby bereits mehrfach Spenden gesammelt wurden und hat daraufhin beschlossen, den eigenen Anteil an den Reinigungskosten zu erhöhen. Dadurch kann das System künftig noch häufiger genutzt werden.
Fastnacht kann mehr!
Die Aktion hat bewiesen, dass Fastnacht nicht nur für Spaß und Geselligkeit steht, sondern auch ein starkes Zeichen für soziales Engagement setzen kann. Die Plaschis bedanken sich bei allen, die diese Aktion unterstützt haben – sei es durch eine Spende, tatkräftige Hilfe oder einfach durch das Weitertragen dieser besonderen Idee, ein Zeichen der Hoffnung und Menschlichkeit zu setzen.