Im Wellenflug hinein ins Festgetümmel

Einige Runden auf dem Kettenkarussell drehen auch Laternenkönigin Louisa I., Oberbürgermeister Alexander Hetjes, Kurdirektor Holger Reuter sowie Ex-Laternenkönigin Maria mit ihrem Ehemann, bevor sie sich ins festliche Treiben stürzen. Foto: Heike-Renate Klein

Bad Homburg
(fch). In eine große Feiermeile mit gemütlichen Treffpunkten, zahlreichen Buden, Karussells und Bühnen hatte sich die Innen- und Altstadt beim Bad Homburger Laternenfest verwandelt. Getreu dem Motto „Wir und unsere Stadt – liebenswertes Bad Homburg“ begrüßten Laternenkönigin Louisa und die Bürger der Stadt die zahlreichen Gäste aus der Region.

Für deren Unterhaltung und leibliches Wohl hatten die Gastgeber bestens gesorgt. Verhungern und verdursten konnte auf dem Traditionsfest dank zahlreicher gewerblicher Anbieter und Vereine niemand. Die Bandbreite reichte von Deftigem über Orientalisches und Exotisches bis hin zu süßen und knusprigen Verführungen. So schenkte beispielsweise die Spielvereinigung 05 Bad Homburg ein besonderes Bier aus, die Pfadfinder boten selbstgemachtes Chili con Carne, Fleisch vom Grill und die Bier-Likör-Spezialität „Laternsche“ an. Die Kicker der SGK Bad Homburg 1890 hatten ihr Angebot unter das Credo „Habt Ihr Hunger, habt Ihr Durst, bei uns gibt’s‘ was zum Trinken und auch ’ne Wurst!“ Der Homburger Carneval-Verein 1902 bot außer Grilladen Getränke wie Black Hugo, Gin Tonic und Weine an. Das süffige Laternenfestbier gab es am Getränkestand des Lions Clubs Bad Homburg auf der Schlossgarage. Gebraut hat es Braumeister Christian Ochs vom Bad Homburger Brauhaus am Kronenhof. Mit jedem Schluck klingelte es in der Spendenbox der Lions. Zugute kommt der Erlös der Aktion „Bürger helfen Bürgern“.

Sammelpin und Tombola

Die Augen der Geschwister Luca (15), Finn (7) und Lara (12) aus Frankfurt leuchteten bei leckerer Zuckerwatte mit den vielen Laternen in der Stadt um die Wette. Und so drängte sich eine große Besuchermenge über die Festplatzmeile. Die reichte in der Innenstadt von der Louisenstraße mit Kurhausvor-, Waisenhaus- und Marktplatz über den Schlossplatz, die Ritter-von-Marx-Brücke bis in die Altstadt und auf den Festplatz am Heuchelbach. Laternenfest-Insider statteten sich an einem der Stände auf dem Kurhausvorplatz mit dem zweiten Laternenfest-LED-Sammelpin aus. Diesen zierte als Motiv der Laternenfestbrunnen. Andere Besucher ließen sich zum Kauf eines Andenkens an einem der Schmuck-, Leder-, Kerzen-, Lampen- oder Krammarktstände inspirieren.

Der Rotary Club Bad Homburg hatte erneut eine große Laternenfest-Tombola mit vielen attraktiven Preisen zusammengestellt. Der Erlös der Tombola geht als Unterstützung an Menschen in der Region, die unverschuldet in Not geraten sind. Märchenhaft war es bei der „Lauschigen Zeit“ in Mutzelchens Garten vor dem Untertor. Dort konnten alle ihre Herzenswünsche aufschreiben und in den Holunderbaum hängen. Zum Programm gehörten Märchen von Michaele Scherenberg und Märchenkarten-Malen für Kinder.

Musikfans kamen an allen Festtagen in den Genuss von Live-Musik unterschiedlicher Genres. Da erklang Volksmusik, es wurden Schlager gesungen und zu Pop und Rockmusik getanzt. Dargeboten wurden die Konzerte abwechselnd von Duos oder Bands. Die spielten auf Open-Air-Bühnen in der Innenstadt, aber auch in verschiedenen Lokalen und Gärten. Kinder kamen beim Fahren auf einem der Kinderkarussells auf ihre Kosten. Jugendliche und Erwachsene drehten unermüdlich ihre Runden auf dem Kettenkarussell vor dem Kurhaus.

Jede Menge Spaß und Kurzweil boten Attraktionen wie Dosenwerfen oder das Schießen mit Pfeil und Bogen. Wer dem Trubel einen Moment entkommen wollte, hatte dazu Gelegenheit auf einem privat organisierten Flohmarkt im Hof. Mit dem farbenprächtigen musikalischen Höhenfeuerwerk nahmen die Bürger Abschied vom Traditionsfest in der Kurstadt.

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