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Ein Heimspiel in Farben und Formen

(ds). Mit entspannten Gitarrenklängen wurden die Besucher der diesjährigen Vernissage Liederbacher Künstler von Ronja Schubert empfangen. Den Künstlern geht es in ihrer Ausstellung darum, ihre Sicht der Dinge oder mögliche Antworten auf die Umwelt in ihren Werken auszudrücken. Dazu greifen sie zu den unterschiedlichsten Techniken: Malerei, Aquarell, Federzeichnungen, Druckgrafik, Keramik, Skulpturen und Objekte bis hin zu Installationen und zeigen damit die Vielseitigkeit der Liederbacher Kunstszene.

Die Aussteller sind: Rolf Anthes, Senta Fischer, Rosemarie Gehlhaar, Hans Henrich, Ursula Herbert, Udo Herminghaus, Philip Landgrebe, Elke Matthes, Johanna Otto, Marlies Pufahl, Barbara Wolf und Udo Herminghaus. Neu dabei sind Norbert Nebenführ und Birgit Schneider.

Norbert Nebenführ malt gerne abstrakt und hat meist kein bestimmtes Konzept dabei. Dabei nutzt er Acrylfarben, aber auch Lacksprays, Lackstifte, Sand und Wasser. Sein Antrieb ist die Neugier, einfach mal schauen, was so entsteht. Oft sind die Bilder etwas düster, „ich bin nicht so der Blumenwiesentyp“, lacht Nebenführ. Momentan beschäftigt er sich mit Videoinstallationen, die er gerne auch mal einem größeren Publikum in Liederbach vorstellen würde.

Die Künstlerin Birgit Schneider liebt ebenfalls das Abstrakte, Form und Verlauf entstehen durch mehrere Farbaufträge und entwickeln zufällig Strukturen, Muster und Gebilde, die je nach Betrachtung unterschiedlich ausfallen.

Oft lassen sich ihre Bilder am Ende waagerecht oder senkrecht aufhängen, sodass sich immer wieder neue Perspektiven eröffnen.

Marlies Pufahl spielt mit ihren außergewöhnlichen keramischen Skulpturen bereits von Anfang an beim „Heimspiel“ mit. Zu der Ausstellung im Rathaus brachte sie diesmal zwei ihrer weiblichen, wie aus Bruchstücken zusammengesetzten Keramikfiguren mit, das Thema Bewegung steht hier zunehmend im Fokus. Auch Ursula Herbert war wieder mit sehr farbenfrohen abstrakten Gemälden dabei, diesmal hatte sie ein Gedicht von Hermann Hesse zu Regenbogenmotiven inspiriert. Aquarelle mit menschlichen Motiven hatte Johanna Otto mitgebracht, Tänzerinnen und Menschen auf der Flucht zogen die Betrachter in ihren Bann. Der Grafiker Udo Herminghaus war ebenfalls wieder mit vielfältigen grafischen Motiven dabei.

Dr. Senta Fischer hatte diesmal in ihrer Reihe „Frisch gebügelt“ eine Sicherheitsweste dabei, die den Interpretationen keine Grenzen setzte, allerdings ungebügelt. Die beiden Keramikkünstlerinnen Barbara Wolf und Rosemarie Gelhaar hatten wieder gemeinsam geschaffene Kunstwerke aus alten Möbelverziehrungselementen mitgebracht, wie etwa den Bruchpiloten „Otto Lilienthal“ und natürlich auch eigene Figuren und Objekte, die die Blicke auf sich zogen. Elke Matthes war mit Zeichnungen und Aquarellen ebenfalls wieder mit an Bord. Die Malerin bevorzugt Kohle, Kreide und Rötel, am liebsten schwarzweiß mit einer Farbe oder auch mal bunt.

Auch Hans Henrich zeigte wieder eine seiner Skulpturen. Rolf Anthes hatte diesmal eine ganz außergewöhnliche Idee, er nahm fünf Werke aus seiner Kunstsammlung, erstellte davon Kopien und übermalte diese oder setzte etwas dazu, das den Charakter des Künstlers unterstrich. So wurde etwa eine Zeichnung des extremen Dadaisten Hans Richter mit Zacken übermalt.

Auch Enkel Philip Landgrebe war wieder mit von der Partie: Der 23jährige angehende Produktdesigner hat die Vergänglichkeit in der Kunst – Vanitas – in verschiedenen Kunstwerken der Reihe „Ghosted“ aufgegriffen, der Nachwuchskünstler hat auch das Motiv für die diesjährige Weihnachtskarte geliefert, einen modernen Tannenbaum.

Söllners Dank ging in ihrer Eröffnungsrede an alle Künstler, die sich in den vergangenen Jahren am Heimspiel beteiligt und dazu beigetragen haben, diese Ausstellung zu einem jährlich wiederkehrenden „Highlight“ im Liederbacher Kulturkalender zu machen.

Die Ausstellung ist während der üblichen Öffnungszeiten des Rathauses noch bis zum 9. Dezember wie folgt zu sehen: Montag, Dienstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr und Mittwoch von 9 bis 12 und 15 bis 19 Uhr. Auch sonntags wird das Rathaus eigens wegen der Ausstellung von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

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