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Oberhöchstädter Wehr: Zahl der Einsätze ist deutlich angestiegen

Als Wehrführer und stellvertretender Wehrführer leiten Marcus Lawritsch und Thomas Schweitzer die Einsatzsabteilung der Oberhöchstädter Feuerwehr für weitere fünf Jahre. Foto: Westenberger

Oberhöchstadt (mw) – Die Feuerwehr 1891 Oberhöchstadt zeigte sich zur Jahreshauptversammlung gut aufgestellt. Die einzeln vorgetragenen Jahresberichte dokumentierten eine gut funktionierende Vorstandsarbeit genauso wie eine funktionierende Arbeit an der Basis in den einzelnen Abteilungen des 576 Mitglieder zählenden Vereins. Insgesamt verfügt die Oberhöchstädter Wehr über 46 Feuerwehrleute mit abgeschlossenem Grundlehrgang. Wehrführer Marcus Lawritsch informierte in seinem Jahresbericht darüber, dass 21 von ihnen einen Truppführer-Lehrgang absolviert haben, 14 eine Gruppenführer- und acht eine Zugführer-Ausbildung, 30 Atemschutzgeräteträger sind, zwölf Träger von Chemikalien-Schutzanzügen und 22 als Maschinisten ausgebildet sind. 2017 hat die Feuerwehr insgesamt 24 Übungen und Unterrichtsabende für die Einsatzabteilung durchgeführt sowie weitere Sonderübungen.

Feuerwehreinsätze

Wie Lawritsch mitteilte, sind die Einsätze der Feuerwehr vergangenes Jahr gegenüber 2016 von 92 auf 127 Einsätze deutlich angestiegen. Den elf Brandeinsätzen stehen 96 Einsätze zur Hilfeleistung gegenüber, davon 61 Unwettereinsätze, acht Sturmeinsätze, drei Verkehrsunfälle, sechs Mal ausgelaufenes Öl oder Benzin und noch einige Hilfeleistungen mehr.

Zusätzlich zu den Einsätzen hat die Wehr Oberhöchstatd 14 Veranstaltungen mit einem Personalstundenaufwand von 270 Stunden zur Brandschutzerziehung durchgeführt, informierte der Wehrführer.

Besonders erwähnenswerter Einsatz

An den Sturm vom 1. August 2017 hatten sowohl Bürgermeister Klaus Temmen als auch Stadtbrandinspektor Gunnar Milberg noch einmal erinnert. Denn er hatte die reibungslose Zusammenarbeit zwischen der Kronberger Feuerwehr und der Oberhöchstädter Feuerwehr gezeigt als auch das „hervorragende ehrenamtlich Engagement ganz besonders auch der Einsatzabteilung“, wie Temmen betonte. 90 Einsatzstellen waren nach dem Sturm in der gesamten Stadt gemeldet worden. Ein Sturm, wie es ihn jahrzehntelang in der Stadt nicht mehr gegeben hatte. Die Feuerwehr hatte innerhalb von 24 bis 48 Stunden dafür gesorgt, dass das „normale Leben weitergehen konnte“. Direkt war ein Hinein- oder Herauskommen in die Stadt so gut wie nicht möglich gewesen, erinnerte Lawritsch in seiner Rückschau, da die Zufahrsstraßen durch umgefallene Bäume blockiert waren. Außerdem drohten einige Bäume mehr auf Autos, Straßen und Gehwege zu stürzen. Marcus Lawritsch dankte auch seinem Stellvertreter Thomas Schweitzer für die jederzeit verlässliche Vertretung als auch dem gesamten Vorstand sowie der Stadt Kronberg mit ihren Mitarbeitern, der Feuerwehr Kronberg und den „Hausnachbarn“ – der DRK-Bereitschaft Kronberg für die gute Zusammenarbeit.

Der Vorsitzende der Oberhöchstadter Feuwehr, Matthias Bauer, hatte eingangs zur Begrüßung der Mitglieder ebenfalls schon auf die vortreffliche Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands, aber auch in Bezug mit den örtlichen Vereinen, der Kronberger Wehr mit den Mitarbeitern der Stadt sowie des Bauhofs und mit Bürgermeister Temmen gedankt und hatte nicht versäumt, den zahlreichen Helferinnen und Helfern bei den Veranstaltungen zu danken. „Ohne die Hilfe all derer hätten wir die Veranstaltungen nicht durchführen können“, betonte er.

Jugendfeuerwehr gut aufgestellt

Ebenfalls gut aufgestellt zeigte sich die Jugendfeuerwehr mit insgesamt 16 Jugendlichen zum Jahresende, 15 Jungen und einem Mädchen bei einem Durchschnittsalter von 13 Jahren. Wie Jugendfeuerwehrwart Robert Weidmann den Versammelten im Feuerwehrgerätehaus berichtete, wurden 2017 40 Übungsabende abgehalten, 30 davon wurden für die feuerwehrtechnische Ausbildung genutzt und zehn der allgemeinen Jugendarbeit gewidmet. Außerdem nahm die Jugendabteilung an verschiedenen Veranstaltungen teil wie dem Tag der offenen Tür, Gemeinschaftsübungen mit der Jugendfeuerwehr Kronberg und Einiges mehr. Weidmann hatte im Juni 2017 die Leitung der Jugend von Jan Herbert übernommen. Das Ausbilderteam für die Jugend besteht derzeit aus fünf Feuerwehrleuten. Die Zahlen dokumentierten eine „abwechslungsreiche und erfolgreiche Jugendarbeit“, teilte Weidmann mit. „Wir freuen uns übrigens sehr, dass wir im Jubiläumsjahr der Städtepartnerschaft zwischen Kronberg und Ballenstedt Gelegenheit für einen Besuch in Ballenstedt haben“, berichtete er. Pfingsten ist es soweit: Dann macht sich die Jugendfeuerwehr Oberhöchstadt nach Ballenstedt auf. „Dort sind bereits zahlreiche Aktivitäten mit der dortigen Jugendfeuerwehr geplant“, verriet er.

Auch er richtete seinen Dank an das Vorstandsteam, allen voran dem ersten Vorsitzenden Matthias Bauer und dem Wehrführer Marcus Lawritsch sowie dessen Stellvertreter Thomas Schweitzer. „Ganz besonders“ dankte er außerdem dem Ausbilderteam.

Minifeuerwehr mit großem Betreuerteam

Die Minifeuerwehr namens „Flambinos“ fand sich 2017 zu 17 Treffen zusammen. Inhalt der Gruppenstunden waren unter anderem Brandschutzerziehung, das Heranführen an die Feuerwehrtechnik sowie Spiel, Spaß und Basteln. Zusätzlich besichtigte der Feuerwehrnachwuchs die Feuerwache Bad Homburg, nahm an der Minifeuerwehrolympiade in Usingen teil und war bei einer Hochzeit mit von der Partie. Zur Zeit sind 15 Kinder bei den Flambinos, informierte Lawritsch stellvertretend für den Miniwart, Helmut Berner, der im Urlaub weilte.

Dass das liebevolle und lehrreiche Heranführen der Kleinsten an die Aufgaben der Feuerwehr Zeit und Geduld erfordert, versteht sich von selbst: Deshalb ging auch hier ein großes Lob an das Betreuerteam mit Martin Otto, Franka Josic, Melanie Liedtke, Isabelle Schweitzer, Michael Reitinger und Marcus Knapp.

Von gemütlichen Treffen und einem verregneten Ausflug in den Rheingau berichteten indes Rudolf Bauer aus der Ehren- und Altersabteilung, der 23 Kameraden angehören. Zum Auftakt der Jahreshauptversammlung hatte der Musikzug der Feuerwehr Oberhöchstadt unter Leitung von Heribert Toschke gespielt. Dieser hatte von allen Versammelten wohl die meisten Veranstaltungen „besucht“. Wie Toschke mitteilte, waren das im Jahr 2017 zwölf Veranstaltungen, angefangen vom Ständchen zum einem 80. Geburtstag über die Kerb in Weißkirchen und Oberhöchstadt bis hin zum Auftritt auf dem Oberhöchstädter Weihnachtsmarkt.

Nach all den gelungenen ehrenamtlichen Arbeitsstunden der Kameradinnen und Kameraden war es nicht verwunderlich, dass die anstehenden Wahlen des Wehrführers und seines Stellvertreters innerhalb weniger Minuten erledigt waren. Marcus Lawritsch und Thomas Schweitzer wurden in öffentlicher Abstimmung ohne Gegenstimmen für weitere fünf Jahre wiedergewählt. Nach zügig abgehaltener Versammlung durch den Vorsitzenden Matthias Bauer blieb genügend Zeit für den geselligen Teil bei Worscht und Sauerkraut und gut gekühltem Bier.

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