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Bereichsleiter Frank P. Egerer gibt den Staffelstab weiter

Zum Abschluss seiner Abschiedsrede dankte Frank P. Egerer den Mitarbeitern und Bewohnern und übergab symbolisch die Schlüssel an die neue Einrichtungsleiterin im Hohenwald, Daisy Kohnen (links) und an Mariá Kinka (Mitte), die damit die sicherlich nicht leichte Aufgabe übernehmen soll, das Seniorenstift Kronthal, im nächsten Jahr für immer zu schließen.

Foto: Westenberger

Kronberg (mw) – „Sie haben die Struktur und den Geist der beiden Häuser in besonderem Maße geprägt“, so die Worte des Geschäftsführers der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist. Die Rede ist von Frank P. Egerer, der seit 13 Jahren für die Stiftung arbeitet und seit 2009 Bereichsleiter der Seniorenstifte Hohenwald und Kronthal und Einrichtungsleiter des Seniorenstiftes Hohenwald ist. Egerer, examinierter Altenpfleger, Lehrer für Pflegeberufe und Diplom-Pädagoge, habe in beiden Häusern eine lebendige Kultur geschaffen, den Bewohnern Abwechslung in ihren Lebensalltag gebracht. Egerer habe hierzu viele Vereine in die Häuser integriert und auch mit viel Herzblut die „tierisch unterstützte Therapie“ eingeführt. Alle Herausforderungen sei er zu jeder Zeit „offensiv angegangen“, genauso wie ihm selbst der fachliche Austausch und die Fort-und Weiterbildung seiner Mitarbeiter wichtig war. Dem Fachkräftemangel in den Pflegeberufen ist Egerer ebenfalls engagiert entgegengetreten und hat kurzerhand Pflegepesonal aus dem Ausland in die Pflegestifte geholt. Unter seiner Leitung wurden, wie er selbst verrät, sage und schreibe 56 ungarische Pflegerkräfte nach Kronberg geholt, viele von ihnen lebten inzwischen mit ihren Angehörigen hier. Inzwischen habe das Haus auch fünf thailändische Mitarbeiterinnen, die bereits ihre Anerkennungsprüfung bestanden haben.

Ebenfalls maßgeblich beteiligt sei Egerer an der Weichenstellung für die Umbaumaß- und Neubaumaßnahmen im Seniorenstift Hohenwald, erklärte Gottschalk den versammelten Wegbegleitern Egegers, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Hausbewohnern, der zur Verabschiedung des Bereichsleiters und der gleichzeitigen Erläuterung der Umbauarbeiten am Seniorenstift Hohenwald, die Anfang Oktober starten sollen (siehe weiterer Bericht in dieser Ausgabe), eingeladen hatte.

Nach dem ersten von insgesamt drei Bauabschnitten im Hohenwald, der Mitte 2018 bereits abgeschlossen sein soll, wird der stark sanierungsbedürftige Seniorenstift Kronthal geschlossen. Frank P. Egerer hat das zum Anlass für einen Perspektivwechsel genommen, wie er sagt. Er will sich ab Oktober in der Agnes-Karll-Schule der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist in Frankfurt als Pflegepädagoge arbeiten und sich dafür einsetzen, dass die Altenpflege ihren wichtigen Stellenwert im Spektrum der Pflegeberufe behält und ihre Attraktivität gesteigert wird.

Bürgermeister Klaus Temmen, dankte Egerer in diesem Zusammenhang für die „zu jeder Zeit sehr gute Zusammenarbeit“ und bedauerte unter diesem Gesichtspunkt seinen Wechsel nach Frankfurt und wünschte ihm „alles erdenklich Gute für diesen Weg“.

Egerer, der allen Rednern für die wertschätzenden Worte dankte, gab zu, dass er normalerweise gerne vor Bewohnern und Mitarbeitern spreche, an diesem Tag des Abschieds jedoch einen „dicken Kloß im Hals“ habe, auch wenn er, was seinen Arbeitgeber betrifft „geht, um zu bleiben“. 13 spannende und ereignisreiche Jahre liegen hinter ihm, sagte er. „Ich habe die Fahne der Seniorenstifte gerne hochgehalten!“ Allen in beiden Häusern, vor allem im Seniorenstift Kronthal, das nun bald geschlossen wird, gab er mit auf den Weg, dass sie „gut ausgestattet sind für den kommenden Weg“. Die ganzen Jahre seien immer wieder von Veränderungen geprägt gewesen und, indem er die Talente seiner Mitarbeiter gefördert, die Mitarbeiter aber auch gefordert habe, seien sie für die großen Veränderungen, die nun anständen, gut gewappnet. „Ich wünsche mir, dass nach und nach alle Vorbehalte, die das Neue mit sich bringt, verschwinden und die Mitarbeiter alle zusammenstehen“, sagte er. Als Hilfe in der Zeit der Veränderung empfahl er ihnen das Buch „Who moved my cheese“, das ihm selbst schon bei Veränderungsprozessen ein guter Berater war und das den Prozess der Veränderung anhand von vier Mäusen unterwegs im Löcher-Labyrinth eines Käses beschreibt. Zum Abschluss dankte er Mitarbeitern und Bewohnern, allen voran Mariá Kinka, Pflegedienst- und Heimleiterin im Kronthal, für ihre große Unterstützung und ihr Vertrauen und übergab symbolisch die Schlüssel, an die neue Einrichtungsleiterin im Hohenwald, Daisy Kohnen sowie an Mariá Kinka, die damit die sicherlich nicht leichte Aufgabe hat, das Seniorenstift Kronthal im nächsten Jahr für immer zu schließen.

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