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Viele Ehrungen und Dankesworte für den hohen Einsatz der Feuerwehr

Die Beförderten mit Bürgermeister Klaus Temmen... Fotos: Westenberger

Kronberg (mw) – Die Feuerwehr Kronberg rückte im vergangenen Jahr zu 270 Einsätzen aus, um Brände zu löschen und Menschen- leben zu retten. Wie Wehrführer und Vereinsvorsitzender Hans Jörg Hessel innerhalb der Jahreshauptversammlung der Kronberger Wehr in der Stadthalle berichtete, war das eine Steigerung von 77 Einsätzen zum Vorjahr. 35 Mal rückten die Kameraden zu Bränden aus, davon zwei Großbränden. Neben 69 Fehlalarmen stellen die technischen Hilfeleistungen mit 166 Einsätzen die größte Zahl dar, darunter allein 57 Unwettereinsätze, 13 Verkehrsunfälle, 13 Einsätze nach Auslaufen von Öl und anderen Betriebsstoffen. „Wir konnten 2017 46 verletzten oder erkankten Personen die erforderliche Hilfe leisten“, so Hessel. Nur einen tragischen Fall habe es gegeben, wo jede Hilfe zu spät kam. 16 Menschen konnten von der Feuerwehr aus zum Teil lebensbedrohlichen Situationen gerettet werden, berichtete er in dem vollbesetzten Saal Feldberg der Stadthalle. Unter den Gästen waren Bürgermeister Klaus Temmen, Erster Stadtrat Robert Siedler sowie der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Norbert Fischer, der nach Grußworten, Berichten der einzelnen Abteilungen, Wahlen und Beförderungen zu später Stunde gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Temmen zahlreiche Ehrungen vornehmen sollte.

Zuvor jedoch galt es von Seiten des Wehrführers, aber auch in den Grußworten von Temmen und Siedler, den Feuerwehrkameraden und -kameradinnen großen Dank für ihren Einsatz auch unter der Gefahr von Leib und Leben auszusprechen. Erinnert wurde in diesem Zusammenhang von allen Dreien noch einmal an den Großeinsatz nach dem Unwetter am 1. August vergangenen Jahres, einem Unwetter, wie es Kronberg seit Jahrzehnten nicht gesehen habe. „Hier haben sie wirklich eine ganz hervorragende Arbeit geleistet, das ist eine ganz tolle Leistung, die man gar nicht genug loben kann“, so Temmen.

Wehrführer Hessel dankte allen Feuerwehrleuten weiter für die vielen hauptsächlich ehrenamtlich geleisteten Stunden. Er sprach von weit über 4.500 erbrachten Stunden, die in den einzelnen Fachbereichen, darunter unter anderem Jugendausbilodung, Atemschutzwerkstatt, Fernmeldewesen, Ausbildungsveranstaltung und Gerätewartung, geleistet wurden. Hessel betonte jedoch auch, dass die Arbeitsbelastungen in diesen wichtigen Bereichen schon lange hoch seien und es wünschenswert sei, dass die Stadt Kronberg hier der Tatsache vom wachsenden Arbeitsaufkommen mit einer Erhöhung der hauptamtlichen Kräfte – deren Anzahl seit Jahrzehnten gleich sei – zu begegnen. Bürgermeister Temmen informierte dazu, dass seitens des Magistrats beschlossen worden ist, der Feuerwehr einen zweiten hauptamtlichen Feuerwehrgerätewart zur Seite zu stellen. Nun allerdings sei es an den Stadtverordneten, innerhalb der Haushaltsberatungen auch dazu eine Entscheidung zu treffen.

In seinem Schlusswort bemerkte Hessel, dass man trotz zunehmender Schwierigkeiten gerade während der üblichen Arbeitszeiten genügend Einsatzkräfte zur Verfügung stellen könne und trotz steigender Anforderungen der Feuerwehrkameraden (135) und -kameradinnen (18) im Arbeitsleben, mit 71 aktiven Feuerwehrleuten 2018 gut aufgestellt sei. Der Knappheit an Einsatzkräften durch die Beanspruchungen im Beruf ist die Feuerwehr 2017 schon mit einer Organisationsstrukturänderung begegnet. Hier freute sich Hessel über die konstruktive Zusammenarbeit, aus der sich schnell eine Lösung ergab: nämlich das Dreizugsystem der Einsatzabteilung auf ein Zweizugsystem mit einer Tag-Alarm-Gruppe umzustellen.

In Bezug auf das Feuerwehrhaus ließ Hessel nicht unbemerkt, dass er die Situation im Bereich der Umkleiden – die Kameraden ziehen sich weiterhin inmitten der Autoabgase um, für „kritisch“ hält, also auch den „schleppenden Baufortschritt“ bemängelt, der den erforderlichen Ausbildungsbetrieb stark einschränke. „Ein zügiger Abschluss der Arbeiten in der Atemschutzwerkstatt ist unabdingbar“, bemerkte Hessel. Stadtrat Robert Siedler versprach, nach besten Kräften, darauf hinzuwirken.

In seinem Schlusswort dankte der Wehrführer noch einmal ausdrücklich allen Kameraden, Mitgliedern und Förderern der Feuerwehr, insbesondere jedoch Jugendfeuerwehrwart Dominik Sauer und Kinderfeuerwehrwart Dominik Höhn und allen, die in den letzten 60 Jahren innerhalb der Jugendfeuerwehr tätig waren. „Ohne diese andauernde gute Arbeit wäre es unmöglich, den Personalstand konstant so hoch zu halten“, konstatierte er.

Natürlich durften auch die ausführlichen Berichte der beiden Warte im Anschluss nicht fehlen, ebenso der Bericht des Vertreters der Ehren- und Altersabteilung, Jürgen Link.

Bevor die Geduld der zahlreich erschienenen Kameraden mit Rindswurst und Kartoffelsalat belohnt wurde, folgten die Beförderungen, Ehrungen und Wahlen.

Zehn Beförderungen

Befördert wurden Fabian Endres und Tetiana Romanova zu Feuerwehrmann und -frau, Dorian Jouhoff, Marlon Jouhoff und Adrian Krieger zu Oberfeuerwehrmännern, Vincent Bewersdorf und Toni Zender zu Hauptfeuerwehrmännern, Stefan Hauswald zum Oberlöschmeister sowie Thorsten Nuhn und Philipp Milberg zu Brandmeistern.

Besondere Ehrungen

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Norbert Fischer, betonte zur Begrüßung, dass die Kronberger Feuerwehr ein Leistungsträger im gesamten Hochtaunuskreis sei und seit vielen Jahren Ausbildungsstandort. Bei den Ehrungen gab es für Klaus Rapp, der in die Alters- und Ehrenabteilung wechselt, als neue Auszeichnung neben der Ehrung für die 50-jährige Vereinszugehörigkeit das Goldene Brandschutzehrenzeichen (Sonderstufe) am Bande für 50 Jahre aktiven Dienst.

Fischer verlieh weiter das Brandschutzehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst an Markus Lind und in Silber für 25 Jahre an Christopher Dietz, Philipp Harmann und Matthias Scheller. Die Ehrenmedaille in Gold am Bande des Nassauischen Feuerwehrverbandes für 30 Jahre aktive Dienstzeit wurde Lars Benndorf überreicht, in Silber für 20 Jahre aktive Dienstzeit an Dominik Höhn und Oliver Schmidt übergeben.

Damit nicht genug gab es als weitere besondere Ehrung das Ehrenkreuz in Silber am Bande des Nassauschischen Feuerwehrverbandes für besonderer Dienste für Harmut Habig und Lothar Hessel sowie die Florianmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Silber für Nico Zubrod.

Weiter gab es für 40-jährige Mitgliedschaft die Vereinsnadel in Gold für Markus Lind und Klaus Dihn, in Silber für 25 Jahre für Christopher Dietz, Philipp Hartmann und Matthias Scheller. Es folgten Anerkennungsprämien des Landes Hessen für 30 Jahre aktiven und pflichttreuen Dienst für Kai Habig, für 20 Jahre für Michael Rodinger und Oliver Schmidt und für zehn Jahre aktiven und pflichttreuen Dienst bei der Feuerwehr für Jens Hirsch. Geehrt wurden für ganze 75-Jahre Vereinsmitgliedschaft Günther Zubrod, gefolgt mit 60 Jahren Vereinszugehörigkeit von Hartmut Habig und Lothar Hessel und Bertold Bopp mit 55 Jahren Vereinstreue.

Bei den Vereinswahlen löst als zweiter Vorsitzender Thomas Dihn Thomas Bettenbühl ab, der nach zehn Jahren auf eigenen Wunsch zurücktritt. Das Amt des stellvertretenden Wehrführers (Einsatzabteilung) erhält der Sohn des Stadtbrandinspektors Gunnar Milberg, Philipp Milberg. Auf ihn entfielen bei 57 Wahlberechtigen 45 Ja-Stimmen und elf Nein-Stimmen. Gunnar Milberg selbst wird zum Kassierer wiedergewählt, sein zweiter Sohn Alexander Milberg und Thomas Sauer können sich als Schriftführer durchsetzen, Jürgen Link bleibt Vertreter der Ehren- und Altersabteilung und Christopher Dietz (zuvor stellvertretender Wehrführer) sowie Paul Jochmann werden als Beisitzer in den Vorstand gewählt.

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