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Trauer um ehemaligen Ersten Stadtrat Karsten Stahlberg

Kronberg (kb/pu) – Wenige Tage vor Heiligabend erreichte die Stadtverwaltung die traurige Nachricht vom Tod des ehemaligen Ersten Stadtrats Karsten Stahlberg, der am 20. Dezember 75-jährig verstarb.

Der am 30. Januar 1943 in Gartow an der Elbe Geborene bekleidete nach seiner Wahl durch die Stadtverordnetenversammlung vom 1. Juli 1990 bis zum 31. Juli 1996 das Amt des hauptamtlichen Ersten Stadtrats der Burgstadt.

Bevor ihn seine Wege nach Kronberg führten, wirkte der Diplom-Ingenieur nach seinem Studium für Architektur und Städtebau an der Technischen Universität Darmstadt ab 1972 bei der Stadt Darmstadt. Anfangs im Stab „Kommunale Gesamtentwicklung“, später als Leiter der neu gegründeten „Koordinierungsstelle für Stadterneuerung“. Von 1987 bis zu seinem Wechsel 1990 nach Kronberg im Taunus war Karsten Stahlberg Leiter der Abteilung Stadterneuerung im Stadtplanungsamt Darmstadt.

Als Kronberger Bau- und Planungsdezernent fielen wichtige und nachhaltige Projekte in seine Amtszeit, wie etwa die Fertigstellung des Parkhauses Berliner Platz und die Sanierung und Erweiterung der Stadthalle. Ebenso die beginnende Sanierung der 1992 von der Stadt erworbenen Burg Kronberg, die später in die Stiftung Burg Kronberg überging sowie die historische Restaurierung der Zehntscheune und Kilbschen Scheune.

Unter der Ägide von Karsten Stahlberg wurden ferner zahlreiche weitere Maßnahmen und Projekte im Rahmen der Altstadtsanierung, beispielsweise die Sanierung des Eichentors und Gestaltung des Zubrod-Platzes umgesetzt. In seine Amtszeit fielen des Weiteren die Schaffung von sozialem Wohnraum mit rund 80 Einheiten und die stadtweite Einführung von Tempo-30-Zonen. Ferner begann er mit den ersten Vorbereitungen für einen städtebaulichen Wettbewerb für das Bahnhofsgelände.

„Bei alledem war der politische Diskurs eigentlich so gar nicht seine Sache. Er wollte fachlich, nicht politisch überzeugen. Karsten Stahlberg war nie stromlinienförmig, er ging den Weg, den er für richtig hielt, ohne dabei jedoch den Blick für das Machbare und den Kontakt zu Menschen, deren Meinungen ihm wichtig waren, zu verlieren“, hob Bürgermeister Klaus Temmen (parteilos) während der Trauerfeier, die am letzten Montag auf dem Friedhof Thalerfeld stattfand, heraus.

Nach seiner Amtszeit, die am 31. Juli 1996 nach einer Periode wegen geänderter Mehrheitsverhältnisse endete, blieb er in Kronberg wohnen. Nach den Worten Temmens zeugt auch Stahlbergs Wunsch, hier seine letzte Ruhestätte zu finden, „von seiner besonderen Beziehung, seiner besonderen Verbundenheit zu unserer Stadt und deren Menschen.“ Freundschaften seien ihm wichtig gewesen und er habe sie bis zuletzt gepflegt.

Der Bürgermeister würdigte den Verstorbenen mit warmherzigen Worten als einen Mann, der unglaublich viel für Kronberg im Taunus geleistet habe und sich in besonderem Maße um die Stadt Kronberg im Taunus verdient gemacht habe. „Sein Wirken als Erster Stadtrat und der Mensch Karsten Stahlberg haben bleibende Spuren in unserer Stadt hinterlassen. Auch bei mir. Ich habe Karsten Stahlberg als feinen, anständigen und aufrichtigen Menschen erlebt. Stets höflich und zuvorkommend. Er war keiner, der sich in den Vordergrund drängte und doch war er den Menschen zugewandt. Ich werde ihn in dankbarer Erinnerung behalten“, betonte der Rathauschef.

Temmen weiter: „Unsere Gedanken sind in diesen Tagen und Stunden bei den Angehörigen, denen unser tiefes Mitgefühl gilt. Wir werden Karsten Stahlberg ein dauerhaftes ehrendes Andenken bewahren.“

Karsten Stahlberg
Foto: S. Puck

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