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Der Neubau kommt! Abriss des TEVC-Clubhauses steht kurz bevor

Kronberg (mw) – Der Grundstein für die ersten Gedanken, Ideen und letztendlich die große Vision „TEVC 2020“ wurde 2014 gelegt. Es war Handlungsbedarf geboten: Der Pachtvertrag für den Verein lief aus und somit musste festgelegt werden, wohin sich der Tennisverein im Victoriapark entwickeln soll. „Schnell war dem Vorstandsteam klar, dass nicht nur ein neues Clubhaus entstehen und damit einhergehend die Platzkapazitäten erweitert werden sollten, nein, vielmehr sollte die Chance auf einen Neubeginn genutzt werden und der gesamte Club ein ,Facelift‘ bekommen“, blickt die Pressebeauftragte für das Neubau-Projekt des TEVC, Petra Seifried zurück. Dabei sei es dem Vorstandsteam wichtig gewesen, sich den Bedürfnissen der Zeit und seiner Mitglieder zu stellen.

Zunächst hieß es, die Mitglieder einzubinden, sie gedanklich „abzuholen“ und zu begeistern. „Sie davon zu überzeugen, dass dieses Generationen-Projekt tatsächlich für den Verein zu stemmen ist, so Seifried. „Es ist ein Zeichen der Solidarität, dass all jene, die seit 30 Jahren und länger beim TEVC aufschlagen und die Zeit im Park noch immer genießen, nun ein Tennisspielen im Victoriapark für ihre Kinder und Enkel sichern!“

Viele Planungshürden mussten genommen und zahlreiche Gremien für einen optimalen Verlauf des Projekts eingebunden werden. Mit dem Entwurf von Architekt Karl Schubert von Schubert und Seuss Architekten aus Darmstadt gelang eine „gute Basis“, die schnell breite Zustimmung fand, erinnert sie sich zurück. (wir berichteten über den Entwurf bereits). Auch die Verhandlung mit der Stadt Kronberg verlief für den TEVC erfreulich: Der ehrenamtliche Vorstand des Vereins darf sich über einen Erbbauvertrag mit einer Laufzeit von 60 Jahren freuen. Das Stadtparlament gab hierfür seinen Segen. „Das war aber auch die notwendige Voraussetzung für die Planung und Investition in ein solches Großprojekt – nur so konnte überhaupt die Zukunft des TEVC gesichert werden“, erklärt Seifried. Schließlich gab es nach Jahren der Planung und Abstimmung auch mit den Naturschutzbehörden 2017 bereits die Baugenehmigung für das neue Clubhaus-Konzept, bei dem sich das Restaurant zum Victoriapark hin öffnen wird, nebst neuer Platzumgestaltung. Der Kleinfeldplatz wird verschoben und die Plätze 4 und 5 werden ebenfalls ein Stück versetzt, sodass hier noch ein weiterer Tennisplatz gewonnen werden kann. In diesem Bereich liegen auch die Genehmigung für einzelne Baumfällungen vor. Zwar konnten im Lauf der Jahre alle Gutachten für den TEVC positiv abgeschlossen werden, aber die Baupreise sind, wie allgemein bekannt, in dieser Zeit ebenfalls stark angestiegen. Deshalb musste nicht nur die Finanzierung überdacht und die Mitglieder wieder ins Boot geholt werden, es musste auch umgedacht werden. „Wir haben beispielsweise auf die Natursteinfassade verzichtet, weil die einfach zu teuer geworden wäre“, so Seifried. Wichtig sei indes gewesen, dem Neubau ein solides Mauerwerk zu geben.

Finanzierung steht

Um so mehr freut sich der Vorstand nach abgeschlossener Finanzierungsplanung nun über den gerade erst frisch unterzeichneten Generalunternehmer-Vertrag. „Ich denke, wir haben mit der Firma Schlosser GmbH einen bewährten, zuverlässigen Partner gefunden.“ Und da man die Feste bekanntlich feiern soll, wie sie fallen, haben sich die Mitglieder des TEVC am vergangenen Sonntag mit einer Abriss-Party mit Aktionen wie „Kunst am Bau“ und Wasserbomben-Werfen für die Jüngsten und einer „Best-Wishes-Aktion“ vom alten, aber geliebten Clubhaus verabschiedet.

Die Frage der Finanzierung stellte sich im Verlauf der letzten vier Jahre immer wieder und wie so häufig seien es ähnlich wie beim Tennis Ausdauer, ein starker Wille und die Teamfähigkeit, die den Erfolg gebracht hätten, verrät Seifried. Es sei dem großen und vor allem anhaltenden Engagements des Vorstands und vieler freiwilliger Helfer zu verdanken, dass die Finanzierung der Gesamtkosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro für das Clubhaus und die Erneuerung beziehungsweise Erweiterung der Plätze steht. Neben Eigenmitteln, Mitgliederspenden sowie einer Sonderumlage für die aktiven Club-Mitglieder, muss ein Darlehen aufgenommen werden. Doch auch von außerhalb des Vereins gibt es Unterstützung für den Tennisclub: „Großer Dank gilt hier der Rheinberger Stiftung, die sich mit einer großzügigen Spende beteiligt“, berichtet sie. Zudem gibt es eine Förderung des Landessportbundes Hessen und auch das Land Hessen beteiligt sich mit zweckgebundenen Fördergeldern. Und schließlich haben die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung einen Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro beschlossen. „Im Gegenzug nimmt der TEVC an der Aktion ,Nette Toilette‘ teil.“

Damit das neue TEVC-Vereinshaus auch ein „Zuhause“ für die Kinder- und Jugendspieler wird, werden auch sie mit zahlreichen Aktionen wie Kuchenverkauf, Organisation eines Flohmarkts, Standdiensten beim Kronberger Weihnachtsmarkt und einer Pflanzaktion zur Verschönerung der Außenanlagen im kommenden Frühjahr in Form einer Jugendspende in das Großprojekt eingebunden.

Bauprojekt an sensibler Stelle

Ein Bauprojekt inmitten dieses sensiblen und von Kindern, Hundebesitzern, Spaziergängern und fahrradfahrenden Schülern gleichermaßen geliebten und geschätzten Victoriaparks? „Dass hier eine große Verantwortung beim TEVC Kronberg liegt, ist uns allen bewusst, entsprechend umfangreich sind die Bemühungen zur Vorbereitung des Bauprojekts“, erklärt Seifried und breitet alle Besprechungsprotokolle dazu auf dem Tisch aus. Gemeinsam mit der Stadt Kronberg wurden in Begehungsgesprächen zahlreiche Schutzmaßnahmen für Wege und Baumbestand des Parks vereinbart, Ausgleichspflanzungen festgelegt sowie Gutachten von Ornithologen und Lärmschutzbeauftragten erstellt, um das sensible ökologische Gleichgewicht des Parks zu schützen. „Bevor es am 1. Oktober mit dem Abriss des Clubhauses losgeht, wird es eine erneute gemeinsame Begehung geben, bei der für die Fällung genehmigte Bäume markiert werden. Über den gesamten Zeitraum des Baus wird eine enge Abstimmung mit der Stadt Kronberg erfolgen und die sensiblen Baumfällarbeiten werden von der Presse begleitet werden“, kündigt Seifried für den Vorstand des TEVC an. „Wir wollen Transparenz auf ganzer Linie.“ Denn das Ziel sei, für viele Generationen wieder ein „Vereinshaus“ zu schaffen, mit dem sich die Mitglieder identifizieren können, das aber auch die Bürger als einladende Ausflugsmöglichkeit inmitten des schönen Parkes gerne ansteuern sollen. Bis das soweit ist, werden jedoch erst einmal die 40-Tonner durch eine eigens zu diesem Zweck präparierte Baustraße durch den Park am Minigolfspielplatz vorbei auf die Hainstraße rollen. „Um die Bevölkerung auf dem Laufenden zu halten, wird es regelmäßige Informationen auf der Homepage des TEVC zu lesen geben (www.tevc-kronberg.de), außerdem bietet der Vorstand an, sich jederzeit mit Fragen unter info[at]tevc[dot]de an ihn zu wenden, um frühzeitig aufklären und gegebenenfalls reagieren zu können“, so Seifried. Der Weg zur Hainstraße durch den Park wird stellenweise auf 1,25 Meter in der vorhandenen Spur verbreitert, Äste werden auf 4 Meter Höhe weggeschnitten und am Brückenlauf wird ein Überbau die Stabilität für die Schwerlaster gewähren. Der Mammutbaum am Zufahrtsbereich der Tennisanlage erhält einen umlaufenden Schutz mit Bauzaun. Und wenn jetzt alles reibungslos klappt, dann heißt es ab Mitte Mai pünktlich zum Saisonbeginn wieder „Game, Set & Match“ beim TEVC Kronberg im Victoriapark.

Mit dem Neubau öffnet sich der TEVC für Besucher. Nach wie vor wird es das „Restaurant im Park“ geben. Neu ist die Ausrichtung der Terrasse, die sich auch in Richtung Park orientieren wird. Die zusätzliche Dachterrasse gibt interessierten Zuschauern die Möglichkeit, den Damen und Herren auf Hessenliga-Niveau zu applaudieren und natürlich die Jugendspieler bei den Mannschaftsspielen zu unterstützen.

Ansichten: Schubert und Seuss Architekten Darmstadt

Blick von oben auf die Planung

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