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Kronberger Gewerbemarkt – Ein Erlebnis für alle Sinne

Kronberg (mw) – Zwei Tage lang präsentierte Kronberg sich von der Stadthalle bis hinauf zur Burg mit einem interessanten Teilnehmerfeld: 76 Organisationen, darunter Dienstleister, Einzelhändler, Gastronomen, Handwerker, aber auch andere Stiftungen und Vereine zeigten den Besuchern von nah und fern ihr Können. „Die Mischung ist gut, es ist nicht zu viel und nicht zu wenig, was angeboten wird“, fand ein ehemaliger Kronberger Bürger, der aus Oberursel am Sonntag zum Gewerbemarkt „kronberg|er|eben – Herbstmarkt 2.0“ in die Stadt gekommen war. Die Krönung des Herbstmarktes war die Sommersonne, die vom Himmel lachte. So kamen die Jugendlichen am Samstagmittag bereits gut gelaunt in die Stadthalle zur Eröffnung der sechsten Ausbildungsplatzbörse.

Nutzt Eure Chance!

„Nutzt die Gelegenheit, in die verschiedenen Berufssparten, die Euch hier vorgestellt werden, hineinzublicken“, wandte sich Joachim Schulte von der Firma Schulte Baufachhandel direkt an die Schüler und sprach damit stellvertretend für die in der Stadthalle, aber auch auf dem Berliner Platz und innerhalb der gesamten Stadtgebietes versammelten Betriebe. Innerhalb der Stadthalle warteten die über 15 Kooperationspartner der von der Gleichstellungsstelle der Stadt Kronberg initiierten Ausbildungsplatzbörse darauf, die Fragen der in Scharen überwiegend von der Altkönigschule, aber auch von den umliegenden Schulen erschienenen Schülern zu beantworten. Damit diese selbst aktiv wurden, waren sie aufgefordert worden, Fragen vorzubereiten, die sie den Betrieben, darunter auch Großunternehmen wie Mainova, Maritim-Hotels oder Procter & Gamble, über Mikrofon für alle verständlich stellten. „Wir haben heute hier fantastisch viele Betriebe, die sich Euch vorstellen und Eure Fragen beantworten und vielleicht auch schon hinterfragen, was für Neigungen und Interessen ihr habt“, untermauerte auch der AKS-Schulleiter Martin Peppler bei der Begrüßung der Schülerinnen und Schüler. „Nutzt Eure Chance. Es ist Eure Zukunft!“

Wer Durchhaltevermögen bewies, konnte anschließend an zwei Workshops „BeWERBEN“ teilnehmen. „Leider bringen nicht alle Schüler den nötigen Ernst mit“, so ein Firmenchef, auf der Suche nach tatsächlich interessiertem Nachwuchs.

Unterhaltsames

Auf dem Berliner Platz fanden die Besucher wieder das beliebte „Handwerkerdorf“, inmitten der Betriebe konnten die Kinder im Sand baggern und Lego bauen – so fanden die Eltern Muße und Zeit, ob bei der Raumausstattung Ebner, Elektrotechnik Nuhn oder Weidmann & Feger sich über Lösungen beispielsweise bei ihrem Eigenheim beraten zu lassen. Publikumsmagnet war gleich nebenan beide Tage auch die Bühne unter den Marktarkaden, auf der Holger Pritzer seinen „Job“ als Moderator professionell locker durchzog. Zu allen großen und kleinen Darbietungen der Geschäfte und Vereine zeigte er sich bestens vorbereitet. Beim Hula-Hoop-Wettbewerb – erst wurden die Männer auf die Bühne gebeten, dann die Kinder – bewies er Geschick und Durchhaltevermögen. Hatte er doch am Ende drei Mädels auf der Bühne, die sich beim Hula-Hoop nicht aus der Ruhe bringen ließen: Egal, ob er sie aufforderte, auf dem einen und anderen Bein zu stehen und dabei den Reifen kreisen zu lassen, sich vorwärts oder rückwärts und im Kreis drehend zu bewegen, sie schwangen die Hüften mit Reifen, als würden sie tagein, tagaus, nichts anderes machen. So war am Ende die Entscheidung für zwei erste Plätze und einen zweiten genau richtig, sodass nur strahlende Siegerinnen von der Bühne gingen. Sie freuten sich über großzügige Einkaufsgutscheine im Schaukelpferd.

An beiden Tagen gab es neben der Suche der Kronberger Teestube nach dem „Teestar“, einer Kendama-Show (ebenfalls vom Schaukelpferd veranstaltet), neben Kindertanzshows der TaunusTanz!Schule auch Mitmachtänze auf der Bühne unter den Marktarkaden sowie am Sonntag ein 45-Minuten Tanz- und Showspektakel von der TaunusTanz!Schule, die wie gewöhnlich viele Besucher an den Berliner Platz lockte. Sehr gut kam beim Publikum aber auch an, was der Rock- und Popchor „Vox Musicae“ unter der Leitung von Bettina Kaspary an „Lieblingsliedern“ zu Gehör brachte. Und zu allen Liedern hatte Holger Pritzer noch etwas Wissenswertes im Gepäck: Zu dem gelungen umgesetzten Titel „Chöre“ von Mark Forster verriet er beispielsweise: „Die Chöre singen für Dich“, sei ein Aufruf Forsters, „mutig nach vorne zu gehen, Sorgenfalten einfach gegen ein Lächeln einzutauschen, anstatt sich gegen das Glücklichsein zu wehren.“

Kronberg-Erlebnisse

Für Musik war an beiden Tagen – und das dann zum Ausklang auch bis in die späten Abendstunden hinein – mit vier Bands in der Altstadt im Recepturhof ebenfalls für die passende Stimmung zum Hamburger und zur Grillwurst gesorgt. Aber damit war der kulinarische Teil natürlich noch nicht zu Ende: Auf der Zunge zergehende Tartes, Canapés und viele weitere Köstlichkeiten kredenzten die Kronberger Gastronomen. Andi Fink vom Gasthaus „Zum Grünen Wald“ hatte eigens zum Herbstmarkt die Kochlegende Hasso Segschneider zu Gast und lud zu einem „Wald meets Arts“-Abend ein mit Kunst von Samuel Adam Woodhall und den entsprechend als Farbpalette angerichteten Speisen. Und er hatte noch eine ganz persönliche Überraschung im Gepäck: Seinen Heiratsantrag, den er seiner Angebeteten von Pfadfindern und Fackeln untermalt und einem Banner, das er vom Hause herunter auf die Schirn entrollen ließ, machte. (Die Redaktion hofft an dieser Stelle, dass es ein „Ja“ als Antwort gab.) Ein Wermutstropfen blieb beim Punkt Kulinarisches dennoch: die Gourmettafel unter den Arkaden als wunderschöner Bestandteil, als gemeinsames Erlebnis für die Teilnehmer, ja selbst für die Beobachter dieser langen Tafel, hatte sich nicht mehr realisieren lassen. Dafür gab es gut verteilt über das Stadtgebiet an vielen Stellen etwas Nettes zu entdecken, zu erleben oder mitzumachen. Angefangen im Schulgarten bei dem Kappenklub Kronberg, der sich kurzfristig entschieden hatte, das mittelalterliche Leben mit Kostümen, vor allem jedoch mit liebevoll umgesetzten Spielen bis hin zum Ritterturnier zu demonstrieren. Oder der EFC, der im Hof bei „Zeit & Genuss“ die schnellsten Ballschützen per elektronischer Messung kürte. Auch hier warteten auf die verschiedenen Torschützen, nach Alter und Geschlecht sortiert, tolle Preise von Kronberger Geschäftsleuten. Den Besuchern gefiel auch das Unternehmerforum in der Zehntscheune: Von Rechtsanwalt über Grafik- und Webdesigner, Systemischem Businesscoach, Mrs. Sporty bis zur Familienfestfotografin und Kosmetikerin, und vor den Zehntscheunentoren Hibike – alles rund ums Rad. Die Mischung kam gut an. Es wurde munter davon Gebrauch gemacht, sich zu informieren.

Doch das war noch lange nicht alles: Es gab unter vielem anderen Kinderschminken bei der TaunusSparkasse, Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals auf der Burg, ein Gewinnspiel bei „Citynfo“ an beiden Tagen, die Kirchengemeinden kamen mit den Gästen über das Symbol des Kreuzes ins Gespräch, der Verein „Nepra“ sammelte Spenden über ein Familienfoto, das sogleich ausgedruckt wurde, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald punktete mit ihrem Wissensquiz über Wald, Wiesen und Wasser und ihrem bei Groß und Klein beliebten Fühlkästen und last but not least gab es, als Abschlussschmankerl sozusagen (am ersten Tag fiel sie leider aus) eine Modenschau von „Famous Fashion“.

Must-haves

Für diejenigen, die die 45-minütige Modenschau nicht miterleben konnten, seien die „Must-haves“ für die Frau in diesem Herbst kurz zusammengefasst: Die Kronberger Damen zeigten Kuscheliges in den Knallfarben Rot, Türkis und Violett – der Stilbruch steht immer im Fokus, beispielsweise oversized Strickpullis zu Plisseeröcken liegen in diesem Herbst voll im Trend. „Und abends darf es wieder glitzern, dann strahlt die Frau ihren Mann an“, kommentierte Susanne Wray den Auftritt „ihrer“ Damen für die Nacht, die in gewagtem Outfit, mit Glitzer-Schmuck, Fransen, barock-anmutender Spitze und immer wieder mit goldenen und silbernen Accessoires auf den Laufsteg schritten.

Wer will sich nach disen zwei bunten Tagen noch beschweren? BDS-Vorstandsprecher Christian Hellriegel jedenfalls zeigte sich an seinem Feinkoststand in der Friedrich-Ebert-Straße über die Resonanz auf das vielseitige Markttreiben bereits Samstagabend mehr als zufrieden – wohl wissend, dass der Sonntag erfahrungsgemäß noch stärker frequentiert sein würde – und auch war. Und was ihn ebenfalls sichtlich freute: dass es im Vorfeld dieses Jahr keinen Teilnehmer gegeben hatte, der mit irgendetwas unzufrieden war. „Das gab es noch nie“, meinte er und will, wie er zur Eröffnung des „kronberg|er|leben – Herbstmarkt 2.0“ bereits verkündet, Organisator Gregor Baumann zum bereits ausgesprochenen Lob noch eine gute Flasche Wein nachreichen.

Die Gruppe „Iconics“ der TaunusTanz!Schule war eine von vielen Herbstmarktteilnehmern, die Kronberg für zwei Tage in ein, wie es der Name „kronberg|er|leben – Herbstmarkt 2.0“ schon verrät, vielseitiges Stadterlebnis verwandelte.
Foto: Westenberger

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