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2019 – wichtige Entscheidungen und Ereignisse stehen auf der Agenda

Was wird das angebrochene Jahr für die Burgstadt bringen? Sicher auch wieder die eine oder andere Überraschung
Foto: S. Puck/Archiv

Kronberg (pu) – Nach einem in jeder Hinsicht hitzigen Jahr 2018, in dessen Verlauf einerseits politisch eine ganze Reihe Weichen für die Zukunft gestellt wurden, andererseits die Folgen und Herausforderungen des Klimawandels durch langanhaltende Hitzewelle, Trockenheit, Wasserknappheit und erneutem Unwetterereignis an Präsenz in der Bevölkerung gewannen, werden auch die diesjährigen zwölf Monate von richtungsweisenden Entscheidungen geprägt sein.

Bürgermeisterwahlen

Dabei spielt der Gang an die Wahlurne eine gewichtige Rolle. In diesem Zusammenhang sind sowohl die am 26. Mai anstehende neunte Direktwahl zum Europäischen Parlament als auch die zunehmend Schatten vorauswerfende Kronberger Bürgermeisterwahl 2020 zu nennen. Ihre Ambitionen mit allem Nachdruck angemeldet haben nach momentanem Stand der Dinge als erstes die Christdemokraten, die nach drei Jahrzehnten auf den Chefsessel im Rathaus zurückkehren wollen. Das Geheimnis um ihren Kandidaten beabsichtigen sie allerdings erst im Sommer zu lüften.

Der parteilose Verwaltungschef Klaus E. Temmen, der inzwischen auf zehn Jahre Amtszeit zurückblickt, hat zum aktuellen Zeitpunkt die Karten noch nicht aufgedeckt, ob er zum dritten Mal antreten will. Bei der letzten Wahl 2014 war er ohne Gegenkandidat von 77,7 Prozent der Wahlberechtigten in seinem Amt bestätigt worden. Bevor er erstmals als Bürgermeister vereidigt wurde, hatte er im Mai 2008 mit 54,5 Prozent den CDU-Kandidaten Oliver Schwebel, für den sich 45,5 Prozent aussprachen, in die Schranken verwiesen. Ob in den zurückliegenden ruhigeren Festtage der eine oder andere Familienrat einberufen wurde, dessen Entscheidung womöglich in der baldigen Bekanntgabe einer Bürgermeisterkandidatur mündet, wird von der Bevölkerung mit Spannung erwartet.

Gewerbe und Bahnhof

Zunehmend in den Blickpunkt rücken wird in den kommenden Monaten des Weiteren die politische Beratung und Entscheidung über die Anmeldung neuer Gewerbeflächen im neuen Regionalen Flächennutzungsplan zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Kronberg als notwendige Voraussetzung zur Gewinnung neuer Unternehmen beziehungsweise der nachhaltigen Bindung Kronberger Traditionsunternehmen. Das Erkennen der Notwendigkeit des dringenden Handlungsbedarfs hat in den letzten Monaten an Gewicht gewonnen. Nun gilt es, den Worten Taten folgen zu lassen damit die Abwanderung von Unternehmen, die mangels vorhandene Expansionsflächen die Stadt verlassen müssten, verhindert werden kann.

Demgegenüber sind die Fortschritte auf der Großbaustelle „Bahnhofsquartier“ unübersehbar. Sofern alles wie vorgesehen verläuft, eröffnet im kommenden Herbst das durch Vienna House geführte klassische Business-Hotel (vier Sterne) mit 96 Zimmern mit 192 Betten.

Nach der noch kurz vor Weihnachten getroffenen knappen Entscheidung des Parlaments, das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude an die REAL Grundstücksverwaltungs-GmbH zu verkaufen, hoffen die Kronberger auf eine zügige Umsetzung der Pläne durch Frederick Roth und seinem Team, damit bald neues Leben in das Gebäude einzieht. Durch den im Herbst erfolgten Baubeginn für das Projekt Schillergärten, das die Entstehung von sechs Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 39 Eigentumswohnungen auf dem 6.200 Quadratmeter großen Gelände umfasst und die Fortschritte bei der Realisierung des „Musikquartier Kronberg“ verändert sich das Erscheinungsbild am Bahnhof zunehmend. Das wird von Kritikern mit großer Verärgerung gesehen, während die Befürworter mit wachsender Vorfreude die Realisierung der markanten Baumaßnahmen, darunter auch Casals Forum und Studienzentrum, verfolgen. Nunmehr gilt das Augenmerk unter anderem der Fortführung der Entwicklung des Baufelds V, einer Fläche, auf der Geschosswohnungsbau mit einem nicht unerheblichen Anteil an gefördertem Wohnraum vorgesehen ist.

Schon in den kommenden Wochen, exakt bis zum 31. Januar, wird Bürgermeister Klaus Temmen in seiner Funktion als Leiter der Ordnungsbehörde nach Auswertung der während der Testphase gesammelten Zahlen, Daten, Fakten und Ergebnissen von Passantenbefragung sowie Befragung von Einzelhandel und Gastronomie die endgültige Entscheidung bekanntgeben, ob der Testbetrieb der Fußgängerzone in der Friedrich-Ebert-Straße in den Regelbetrieb übergehen wird.

Finanzielle Entwicklung

Bei aller Freude über die momentan relativ beruhigende Haushaltslage bleiben Stadtverwaltung und Lokalpolitik dennoch wachsam und werden die weitere Entwicklung der Einkommensteuer und die Auswirkungen der neuen gesetzlichen Regelungen zur Grundsteuer auf den städtischen Haushalt mit Aufmerksamkeit verfolgen.
Die Absenkung der Grundsteuer B hatte die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 8. November 2018 und mit Wirkung zum 1. Januar 2019 beschlossen. Demnach sinkt der Hebesatz von bislang 500 Prozentpunkten auf 470 Prozentpunkte.

Für eine weitere Entlastung der Bürger soll eine Änderung im Bereich der Straßenbeitragssatzung sorgen. Die geänderte Straßenbeitragssatzung mit abgesenkten Anliegerbeiträgen ist zum 1. Januar in Kraft getreten.

Stadtentwicklungskonzept – Phase 2

Ganz zentrale Themen waren in den Jahren 2016, 2017 und 2018 die Entwicklung des Bahnhofsareals und die Ausarbeitung eines Stadtentwicklungskonzepts, dessen Leitbild sich auf die Ziele bezieht, die in vorherigen Prozessen entwickelt wurden sowie auf die strategischen Handlungsfelder der Stadt Kronberg im Taunus. Nachdem die Bausteine Wohnen, Gewerbe und Landschaft des Stadtentwicklungskonzepts vor zwei Jahren abgeschlossen wurden, steht im Laufe diesen Jahres der Baustein Landschaft mit den Themen Mobilität und Freizeit auf der Agenda.

SGO und Taunushalle

Die Umzugskisten werden bei planmäßigem Bauverlauf die Fußballer der SG Oberhöchstadt demnächst packen, wenn sie ihre Aktivitäten von der Altkönigstraße an die Altkönigschule verlagern. Dort werden nach Fertigstellung sowohl ein moderner Kunstrasenplatz und ein Kleinspielfeld als auch ein neues Funktionsgebäude zur Verfügung stehen. Auf dem bisherigen Gelände an der Altkönigstraße soll Wohnraum geschaffen werden, auch im geförderten Segment. Nachdem die Ungewissheit zur Zukunft der Taunushalle Schönberg nach dem Parlamentsbeschluss vom letzten Februar vom Tisch ist, gilt es nun mit den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen baldmöglichst zu starten, damit die Arbeiten pünktlich zum 100-jährigen Bestehen der TSG Schönberg im Jahr 2020 abgeschlossen sind.

Auch auf der Burg werden erneut Bauarbeiter anrücken, nachdem die Mauersanierung unumgänglich ist. Einen Schritt weiter wird man außerdem bei der sanierten Bühne im Park kommen, die noch ein Dach erhalten wird, um künftig noch optimaler für Veranstaltungen verschiedenster Arten wie Konzerte, Theater, Feiern, Yoga, Gymnastik, Lesungen und vieles mehr gerüstet zu sein.

Jubiläen und Veranstaltungen

Bei allen politisch zu stemmenden Herausforderungen, Bürgermeisterwahlkampf und Baumaßnahmen werden selbstredend zahlreiche Jubiläen und Veranstaltungen für ausreichend Kurzweil und Ablenkung sorgen. Beim
Bund der Selbstständigen (BdS)
laufen bereits die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zum
150-jährigen Bestehen
. Nur fünf Jahre später gründete sich vor 145 Jahren die Freiwillige Feuerwehr Kronberg. Auf ein volles Jahrhundert blickt die Sport- und Kulturgemeinschaft (SKG)
Oberhöchstadt 1919/1945
zurück während der
Angelsportclub Kronberg
das 50jährige Bestehen feiert. Ein runder Geburtstag mit dem 70. steht beim Tisch-Tennis-Club Kronberg an. Zusätzlich blicken zahlreiche weitere Vereine auf besondere Geburtstage und Jahrestage. Kurzum: In der Burgstadt dürfte es wiederum ein ereignisreiches Jahr werden.

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