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Baumlehrpfad neu beschildert

Da hat es ja tatsächlich mal geregnet in diesem Jahr – aber genau das mögen die Bäume ja. Als wahre Naturfreunde fürchteten sich daher auch die „Offiziellen“ bei der Einweihung nicht vor den selten gewordenen Tropfen (von links nach rechts): Hubertus Behler-Sander (HessenForst), Ingrid Reimer (Ortsbeirat Mammolshain sowie Obst- und Gartenbauverein Mammolshain), Gabriela Terhorst (Magistrat der Stadt Königstein im Taunus, Dezernentin für Grünangelegenheiten), Karl-Friedrich Reimer (OGV Mammolshain), Ulrich Krebs (Landrat Hochtaunuskreis) und Gerd Böhmig (Stadt Königstein, Fachbereichsleiter Planen Umwelt Bauen).
Foto: TIZ

Mammolshain (kw) – Seine Blüten erinnern an eine Mischung aus Tulpen und Magnolien und betören so manchen Betrachter mit ihrer Schönheit. Die Rede ist vom Tulpenbaum, der an die 40 Meter hoch wird und besonders in Nordamerika verbreitet ist. Zu bewundern ist er jedoch auch im Alten Forstgarten bei Mammolshain. Hier gehört er zu den 20 lebenden Exponaten auf dem Baumlehrpfad des Naturpark Taunus, der jetzt mit modernen Tafeln versehen und am 30. Oktober eingeweiht wurde.

„Wir freuen uns, dass Besucher den Baumlehrpfad nach seiner Rundumerneuerung wieder nutzen können. Man kann sich über Beschaffenheit und Herkunft der Bäume schlaumachen und hat die Exemplare dabei direkt vor Augen“, sagt Landrat Ulrich Krebs, Vorstandsvorsitzender des Naturpark Taunus. Der Naturpark Taunus hat zehn der alten Bäume mit großen Erläuterungsschildern versehen, zehn weitere mit Tafeln, die die Grunddaten der Bäume enthalten.

Eine Besonderheit des Forstgartens ist seine lange Geschichte. Er wurde Anfang des 18. Jahrhunderts angelegt und zählt heute zu den ältesten Forst- und Pflanzengärten Hessens. Damals ließen die Mainzer Kurfürsten über 125 einheimische und fremdländische Laub- und Nadelhölzer pflanzen. Aufgrund dieser außergewöhnlichen Artenfülle wurde die Anlage oft von angehenden Forstbeamten als Lehrgarten genutzt. Alte Rechnungen belegen zudem, dass der Forstgarten auch einen großen Einfluss auf die Verbreitung der Edelkastanien im Taunus gehabt haben soll. So findet man heute um Mammolshain und Kronberg sowie um Wiesbaden die größten Vorkommen von Edelkastanien in Hessen.

Von der einstigen Vielfalt der Baumarten überlebten zwar nur wenige Laub- und Nadelhölzer, jedoch sind diese umso bemerkenswerter. Mittlerweile haben sie nämlich ein Alter zwischen 100 und 140 Jahren erreicht.

Der „Baumwald“ liegt oberhalb des Edelkastanien-Dorfes Mammolshain am Südhang des Hardtbergs in einer Höhenlage von 320 bis 350 Metern. Der Wald gehört dem Forstamt Königstein, der Lehrpfad wird vom Naturpark Taunus gepflegt. Weitere Informationen zum Naturpark telefonisch unter der Rufnummer (06171) 979070, oder im Internet unter www.naturpark-taunus.de.

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