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Der Polizeibericht zum Burgfest

Königstein (pu) – Bedauerlicherweise kein Burgfest ohne Wermutstropfen! Unabhängig von der Eintrittskartenfälschung im großen Stil (siehe auch weiteren Bericht in dieser Ausgabe) hatten Polizei und Sicherheitsleute an den drei Festtagen reichlich mit den Delikten Körperverletzung, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz zu tun.

So kam es nach Polizeiangaben am frühen Samstagmorgen gegen 3.15 Uhr im Kurpark zu einer gefährlichen Körperverletzung ausgehend von einer Gruppe von fünf Personen. Da die beiden Geschädigten, die von der Burg Königstein kamen und in Richtung Villa Borgnis liefen, stark alkoholisiert waren, konnten sie zum Sachverhalt selbst nur wenige Angaben machen. Die beiden 18 und 19-jährigen Männer konnten sich lediglich daran erinnern, dass sie plötzlich von hinten angegriffen wurden und Schläge gegen den Kopf erhielten. Ein zunächst von dem 19-Jährigen gestohlen geglaubtes Smartphone wurde jedoch später im Kurpark liegend wiedergefunden.

Nur eine Viertelstunde später kam es in der Wiesbadener Straße zu einer wechselseitigen Körperverletzung zwischen einem 34-Jährigen und einem 23-Jährigen – beide aus Königstein stammend und beide stark alkoholisiert. Der 34-Jährige hatte auf dem Burgfest eine Dame kennengelernt und diese nach Hause in die Wiesbadener Straße begleitet. Dort angekommen sei er zunächst mit in die Wohnung gegangen, wurde dort aber durch den 23-Jährigen, ebenfalls dort wohnenden Mann, wieder nach draußen gedrängt. Der 34-Jährige gab dem Wohnungseigentümer daraufhin wohl eine Ohrfeige, die dieser mit einem Faustschlag ins Gesicht des 34-Jährigen beantwortete. Der 34-Jährige wurde durch eine hinzugerufene Rettungswagenbesatzung versorgt.

Anzeige erstattete ein 24-jähriger Königsteiner am Samstagnachmittag bei der Polizei Königstein. Nach seinen Angaben war er in der Nacht zuvor auf dem Burgfest gewesen und dort angeblich gegen 1.40 Uhr von Security-Mitarbeitern zu Unrecht abgeführt worden. Er habe, gab er an, einen Faustschlag ins Gesicht bekommen und erlitt Verletzungen und Abschürfungen an beiden Knien und der Schulter. Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens erhalten die Security-Mitarbeiter ebenfalls Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu äußern und ihre Sicht der Dinge mitzuteilen.

Die Ermittlungsakten erhielten weiteren Zuwachs durch Vorkommnisse in der Nacht zum Sonntag.

Dieses Mal gerieten zwei 25-jährige stark alkoholisierte Männer gegen 1.40 Uhr auf dem Festgelände der Burg in Streit, wobei der eine den anderen würgte und dieser ihm dann mit der Faust ins Gesicht schlug. Er erlitt hierbei eine blutende Nase, die durch Rettungssanitäter versorgt wurde. Beide Beteiligten zeigten sich gegenseitig an.

Des Weiteren wurde am frühen Sonntagmorgen um 3 Uhr ein Schaufenster der Stadtbibliothek Königstein durch einen bisher unbekannten Täter beschädigt. Es wurde ein 1,5 Meter großes Loch festgestellt. Entwendet wurde offenbar nichts. Die Sicherung des Fensters übernahm das Technische Hilfswerk Bad Homburg. Der Schaden kann bisher nicht beziffert werden. Täterhinweise liegen leider nicht vor.

Zwischen Freitagabend und Sonntagfrüh gab es ferner sieben Feststellungen und damit verbundene Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Beschuldigten, alle heranwachsende oder erwachsene Männer, hatten Marihuana in Tütchen oder in Form eines Joints dabei, welches durch die einschreitenden Beamten sichergestellt wurde.

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