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Doppelposter als Präsent von zwei Vereinen in der Weihnachtszeit

Königstein (kw) – Seit heute liegen in der Stadtbücherei Königstein und bei der Buchhandlung MilleniuM kostenfrei für jedermann Doppelposter der Festung Königstein zum Mitnehmen aus.

Der Verein für Heimatkunde e.V. Königstein und Terra Incognita e.V. Königstein stellen rund 1.000 Exemplare ihres neuen Doppelposters jedem Interessierten auf ihre Kosten zur Verfügung: Das Poster misst 70 x 50 Zentimeter und zeigt auf der Vorder- und der Rückseite zwei Ansichten der Festungsruine Königstein. Während auf einen Seite die gesamte Festungsruine in einer schönen Panoramaaufnahme tagsüber zu sehen ist, fotografiert von der Königsteinerin Andrea Schmitt, wirkt die andere Seite durch ihre Dramatik: Fotograf Martin Keutner ist am Abend des 18. März 2018, dem Tag des „Saluts für die Demokratie“, in dunkler Nacht gegen 20 Uhr trotz Schneetreiben ein bemerkenswerter Schnappschuss gelungen. Er zeigt die Festungsruine „in Flammen“, spektakulär in Szene gesetzt von der „Pyrotechnik Bergstraße“, die am 18. März abends die Zentralburg in gleißendes Licht setzte und damit an die Bombardierung und Sprengung der Festung vor mehr als 220 Jahren erinnerte.

„Die beiden Bilder geben punktgenau wieder, was unsere Ruine ist“, erläutert dazu Christoph Schlott von Terra Incognita e.V.: „Eine imposante Ruine einer heiß umkämpften Festung der französischen Revolutionskriege. Dass die Franzosen 1792 in Königstein eher als Befreier denn als Besatzer gesehen wurden, wissen wir inzwischen. Dass die Festung Königstein ein Ort europäischer Demokratiegeschichte ist, aufgrund der französischen Bürger und Mainzer Demokraten, die dort 1793 bis 1795 gefangen gesetzt waren, ist in der Forschung unstrittig, aber noch viel zu wenig bekannt.“ Dabei erinnert auf der Festungsruine selbst aber bereits seit 1993 eine Bronzetafel an die „Mainzer Demokraten“.

„Beide Vereine arbeiten eng zusammen, wenn es um unsere Festungsruine geht“, ergänzt Rudolf Krönke, Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde e.V. Königstein: „Deshalb engagieren wir uns sowohl bei der laufenden Vermessung der Ruine durch die Hochschule Frankfurt wie auch bei der Beschaffung und Sicherung historischer Dokumente zur Festung. So wissen wir erst seit einigen Wochen, dass sogar die Verfolger der Mainzer Demokraten, die kurmainzische Regierung, ihre ehemaligen Untertanen, also die Gefangenen auf der Festung, als französische Bürger sah. Wir haben aus den sogenannten Klubisten-Akten in der Archiven noch einiges zu erwarten“.
Foto: Schlott

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