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Ausgegrabene Burgmauer über der Altstadt noch stabil?

Königstein (hhf) – Eine schöne Vision, die wahr geworden ist: Vor einigen Jahren hatte die Stadtverwaltung beschlossen, einen Teil des „Zwingers“ am ehemaligen Aufgang zur Burgruine auszugraben und archäologisch untersuchen zu lassen, die Hoffnung, dabei einen kostengünstigen Notausgang für Veranstaltungen auf dem Gelände zu erschließen, zerschlug sich aber.

Die nach Einstellung der Arbeiten notdürftig mit Plastikplanen abgedeckten Bereiche der Ausgrabung riefen nun eine andere, hoffentlich nie eintretende Vision auf den Plan: Eine Schlammlawine in die Altstadt wollte Sabine Fischer im Namen der ALK ausschließen und fragte im Stadtparlament an, wie es denn nun um die Standfestigkeit der ausgegrabenen Baubereiche stehe, die ebenso wie die vier Jahre alten Plastikplanen deutliche Risse zeigten.

„Momentan besteht keine erhöhte Gefährdung“ beruhigte Verwaltungschef Leonhard Helm, räumte aber ein, dass die besagte Stelle unter Beobachtung stehe: „Wir prüfen noch die Maßnahmen, es bedarf statischer Überprüfungen“. Auf längere Sicht steht aber sicher eine größere Baumaßnahme an, die dann auch einen eigenen Haushaltsansatz braucht. Gute Nachrichten hatte der Bürgermeister aber auch noch im Gepäck: Von Seiten der damals tätigen Archäologen gibt es keine Einschränkungen zur Ergebnissicherung, übersetzt in die Sprache der Bauingenieure heißt dies, dass eine finanziell günstige Verfüllung der ausgegrabenen Bereiche mit Erde (wie im vorherigen Zustand) zur Stabilitätserhöhung erlaubt ist. Und noch eine gute Nachricht aus dem Lager der Archäologen tröstet über die teuren Risse hinweg: Der „Erkenntnisgewinn aus der Ausgrabung wurde gezogen“, eine Veröffentlichung der Ergebnisse steht kurz bevor.

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