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Ascan Iredi tritt als Bürgermeisterkandidat für die FDP an

Will für die FDP Königstein als Bürgermeister-Kandidat antreten: Ascan Iredi.

Königstein (el) – Nun sind es schon drei: Seit wenigen Tagen ist das Rennen um den Chefsessel im Königsteiner Rathaus, über dessen Ausgang der Wähler am 28. Januar, entscheidet, zu einem Dreikampf geworden. Das dank des FDP-Stadtverordneten Ascan Iredi, der nun für die Königsteiner Liberalen kandidieren möchte. Den Segen der FDP-Ortsverbands-Spitze um Stadtverordnetenvorsteher Alexander Freiherr von Bethmann und Fraktionschef Michael-Klaus Otto scheint er schon mal zu haben. Das geht aus einer entsprechenden Pressemitteilung mit der Verlautbarung der Kandidatur des 50-Jährigen hervor, der seit dieser Amtsperiode der FDP-Fraktion im Stadtparlament angehört. Formal wird jedoch noch über die Nominierung des FDP-Kandidaten auf einer Mitgliederversammlung des FDP-Ortsverbandes entschieden, die für den 24. Oktober terminiert ist.

Seitens von Bethmann und Otto heißt es, dass man die Entscheidung von Herrn Iredi begrüße und man ihm seine Unterstützung versichert habe. Daher werde man Herrn Iredi am 24. Oktober als Kandidaten vorschlagen.

Ganz klar geht es der FDP auch darum, Flagge zu zeigen, nachdem bislang neben dem Amtsinhaber Leonhard Helm, der von der CDU-Fraktion unterstützt wird, lediglich der unabhängige Winfried Gann seinen Hut in den Ring geworfen hatte. Laut FDP hätten viele Bürger immer wieder gefordert, dass es im Sinne der Demokratie auch Alternativen zu Herrn Helm geben solle. Bisher hatte der FDP-Ortsverband darauf hingewiesen, dass er zum einen die Kräfte auf den Bundestagswahlkampf konzentrieren müsse und zum anderen abwarten wolle, ob und welchen Kandidaten die ALK benennen werde. Weiterhin sei aber von der ALK nichts zu hören.

Da man die Bürger nicht länger als notwendig über einem möglichen FDP-Kandidaten im Unklaren habe lassen wollen, habe aus dem Kreis der FDP-Stadtverordneten jetzt Herr Ascan Iredi seine Absicht erklärt, als Bürgermeisterkandidat anzutreten. So werde den Bürgern eine Auswahl unter mehreren Kandidaten ermöglicht sowie eine programmatisch eigenständige und liberale Alternative geschaffen.

Ascan Iredi, zurzeit als Fondsmanager bei einer namhaften Vermögensverwaltung angestellt, sprach mit der Königsteiner Woche über seine persönliche Motivation, für das Amt des Bürgermeisters kandidieren zu wollen. Der in Düsseldorf geborene und in München aufgewachsene Wahl-Königsteiner, der seit zehn Jahren mit seiner Lebensgefährtin in der Kurstadt lebt, erklärte, dass sein Herz für die Kurstadt schlägt. Denn diese habe viel zu bieten – nicht nur eine hervorragende Lage und die Nähe zu Frankfurt, sondern sei mit ihrer Infrastruktur auch sehr gut eingebettet in die schöne Taunuslandschaft. Seit vier Jahren engagiert sich der Aktienmarktexperte auch politisch für seine Wahl-Heimat. Zum Ehrenamt habe ihn vor zehn Jahren der Gedanke bewegt, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen, sagt der in einem sozial-liberalen Haushalt aufgewachsene FDP-Mann. Sein Weg im Rahmen eines Ehrenamtes führte ihn zunächst zum Kunstverein Frankfurt, dessen Vorsitz er innehatte, bis er sein politisches Interesse verfolgte, was ihn wiederum ins Königsteiner Stadtparlament geführt hat.

Hier hat er einen guten Blick auf die Themen, die die Königsteiner bewegen. Für das Thema Kindergarten müsse unbedingt eine Lösung her, sagt Iredi, der auch der Meinung ist, dass wenn sich das Projekt Am Hardtberg noch weiter hinziehe, man dann auch einen Plan B in der Schublade haben müsse, um Eltern und Kinder nicht noch weiter auf den Neubau warten zu lassen. Auch das Kurbad, ein weiteres, großes Thema, stehe in engem Zusammenhang zur Identität der Kurstadt. Hier müsse ein Lösung her, die auch finanziell tragbar sei. Hier würde Iredi den Weg einer Partnerschaft mit einem potenziellen Investor für gangbar halten.

Dass er kein Verwaltungsfachmann per se ist, wertet Ascan Iredi nicht etwa als Nachteil. Personalführungserfahrung, auf die es ankomme, habe er in den zwölf Jahren, die er als Abteilungsleiter tätig war, vorzuweisen. Er würde seinen Führungsstil als kooperativ bezeichnen.

Welche Auswirkungen eine Iredi-Kandidatur, die noch durch die Mitgliederversammlung zu verifizieren ist, auf das Viererbündnis aus CDU, FDP, SPD und Grüne haben könnte, darüber lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt wenig Konkretes aussagen. Nur so viel scheint klar zu sein: Eine echte Koalition hat es nie gegeben, das Bündnis ist somit nicht in Stein gemeißelt. Ascan Iredi äußert jedoch die Hoffnung, dass seine Kandidatur nicht etwa für Verstimmung bei den anderen Bündnispartnern sorgen werde.

Sollte er Bürgermeister werden, wünscht sich der 50-Jährige auch eine konstruktive Zusammenarbeit mit der ALK, der größten politischen Gruppierung im Stadtparlament. Dass dies bislang nicht geklappt habe, liege auch an Einzelnen bzw. es sei nicht gewünscht. Dabei sollte es im Stadtparlament keinesfalls nur um „Lagerdenken“ gehen. Vielmehr sollte den Einzelfragen Priorität eingeräumt werden. Er selbst habe sich das Schlagwort „Transparenz“ auf die Fahnen geschrieben, so Iredi. Ein Thema, das ihm sehr am Herzen liegt, ist die Förderung der Vereine. Hier lautet eines seiner Ziele: Verbesserung der Förderung, jedoch nicht etwa nach dem Gießkannenprinzip. Ascan Iredi kündigte an, sein Wahlprogramm zeitnah nach der Mitgliederversammlung am 24. Oktober vorstellen zu wollen.

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