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Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Falkenstein-Le Mêle

Das Finale ist das Zentrale: Catherine Collin – Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Le Mêle – trägt sich ins goldene Buch der Stadt Königstein im Taunus ein. Sichtlich erfreut darüber im Hintergrund (von rechts nach links): Alexander Freiherr von Bethmann (Stadtverordnetenvorsteher), Leonhard Helm (Bürgermeister) und Christophe de Balorre (Vorsitzender der Region Orne). Fotos: Scholl

Falkenstein (gs) – Die Sonne tauchte den „Ascara-Saal“ des Kempinski Grand Hotel Falkenstein in ein warmes Licht, als Samuel Monthuley das Podium betrat, um den offiziellen Festakt zu den Feierlichkeiten des 50-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Falkenstein-Le Mêle zu eröffnen.

Was bereits im vergangenen Jahr seinen Anfang in Le Mêle nahm, wurde am Sonntagvormittag bei diesem festlichen Akt zur Vollendung gebracht. Mehr als zweihundert Personen hatten sich im Saal eingefunden, um den Feierlichkeiten beizuwohnen. Dazu gehörten die Mitglieder des Partnerschaftsvereins gemeinsam mit ihren Gästen aus Le Mêle und erfreulicherweise die ebenfalls angereisten Bürgermeister der an Le Mêle angrenzenden Gemeinden sowie Vertreter von Partnergemeinden Königsteins und Le Mêles.

Gemeinsam mit den Bürgern Falkensteins hatten sie den Wunsch, die außerordentlich langlebige Partnerschaft der beiden Städte in einer Feierstunde zu würdigen. Samuel Monthuley, der sich selbst schmunzelnd als „Kind dieser Partnerschaft“ bezeichnete, führte außerordentlich charmant durch den Festakt und verlieh diesem damit eine gewisse „Leichtigkeit“, was die Gäste sehr zu schätzen wussten.

Mandoliner entdecken Le Mêle

Anlässlich einer solch außergewöhnlichen Festivität war der Morgen geprägt durch eine Vielzahl von Festreden, die sich naturgemäß mit der Geschichte der langjährigen Städtepartnerschaft, ihrer Ausgestaltung, aber auch mit dem Gedanken zu ihrer Zukunft beschäftigten. Rückblickend auf das Jahr 1966, war es ein Konzert der Falkensteiner Mandoliner in Le Mêle, das den Grundstein für die langjährige Partnerschaft mit Falkenstein begründete.

Entgegen mancher Widerstände initiierten Madame Brioche und die kürzlich verstorbene Juliane Zimmer den ersten städtepartnerschaftlichen Austausch, der als Wiege der heute noch bestehenden Städtepartnerschaft gilt. Es war der Wunsch der Menschen nach einem friedlichen Europa, nach der Überwindung von Hass und gegenseitigen Ressentiments, der die Partnerschaft so erfolgreich machte. „Die Partnerschaft ist unser Stück Europa für uns, wir sind stolz darauf!“, merkte Catherine Collin, Vorsitzende der Partnerschaft Pays-Mêlois-Falkenstein dann auch stolz in ihrer Rede an.

Walter Krimmel, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees Falkenstein-Le Mêle verwies unter anderem auf den Vorbildcharakter einer solch intensiven Partnerschaft für die jüngere Generation, führte an, dass Europa größer geworden und die Grenzen gefallen seien, was vor 50 Jahren noch fast undenkbar schien. „Wir sind die wahren Baumeister eines vereinten Europas“, fasste Krimmel die Wichtigkeit internationaler Städtebeziehungen zusammen.

Nicht Nationen, sondern Menschen

Die Relevanz persönlicher Kontakte, die über viele Jahre grenzüberschreitend bestehen, fand in vielen Redebeiträgen ihren Platz. Francoise Desvergnes, Bürgermeisterin von Le Mêle sur Sarthe, ging in ihrer Ansprache noch ein Stück weiter und merkte an: „Freundschaft kann es nicht zwischen Nationen, sondern nur zwischen Menschen geben.“

Diese Freundschaft und das Vertrauensverhältnis resultierten aus der unermüdlichen Arbeit Einzelner und seien mitnichten selbstverständlich. „Den jungen Leuten von heute und morgen sollte es am Herzen liegen, diese Beziehung dauerhaft zu bewahren.“ Mit diesen Worten war es ihr gelungen, in einprägsame Worte zu fassen, was wohl allen Anwesenden ein Anliegen war.

Bürgermeister Leonhard Helm, sichtlich erfreut über den schönen Festakt, verwies darauf, dass man gerade auf kommunaler Ebene gemeinsam Freude, aber auch manches Leid trage und ein Austausch darüber vielfach hilfreich sei. Sein Rückblick auf fünfzig Jahre Partnerschaft war getragen von viel Dankbarkeit für das Erreichte und die Hoffnung, dass die Partnerschaft auch in Zukunft eine rege Freundschaft zwischen Jung und Alt sein möge.

Sein besonderer Dank ging an alle Anwesenden, die durch ihren unermüdlichen Einsatz eine so enge und gut funktionierende Partnerschaft erst möglich machten. Darüber hinaus äußerten sich auch die offiziellen Vertreter der Gäste positiv über die langjährige Städtepartnerschaft, die mit ihrem 50-jährigen Bestehen zwar nicht einzigartig, aber doch sehr selten sei.

Viel Musik und Goldenes Buch

Für den musikalischen Rahmen des Festaktes waren die musischen Falkensteiner Vereine zuständig. Der Mandolinen Club Falkenstein unterhielt die Gäste mit sowohl wunderschönen klassischen Stücken als auch mit einem Medley französischer Volkslieder, die bereits zum ersten Mitsingen einluden.

Der Männergesangverein Falkenstein bot ebenfalls einen Einblick in sein Repertoire und spannte, teilweise gemeinsam mit den Damen, einen musikalischen Bogen vom Gospel bis zum Pop.

Ebenfalls zu Ehren der Städtepartnerschaft war der Chor der Grundschule Falkenstein gekommen, um mit seinem Auftritt noch ein bisschen mehr Sonne in den Saal zu bringen. Mit einem pfiffigen Igel im Gepäck wuchs die quirlige Truppe unter Leitung von Freddy Fischer fast über sich hinaus und erntete für ihre wunderschönen Frühlingslieder erste stehende Ovationen an diesem Morgen.

Den Höhepunkt des Festaktes bildete naturgemäß der Eintrag der Gäste in das goldene Buch der Stadt Königstein. Ein sehr offizieller, aber auch erhabener Moment, wie den offiziellen Vertretern anzumerken war. Dazu trug auch der Mandolinen Club Falkenstein bei, der zur Beendigung des Festaktes Beethovens „Ode an die Freude“ anstimmte. Die Gäste waren dazu aufgefordert, je eine Strophe auf Deutsch und auf Französisch mitzusingen.

Ein würdevoller Abschluss der sehr schönen und gelungenen Feierlichkeit zu Ehren der Städtepartnerschaft Falkenstein-Le Mêle, die allen Beteiligten sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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