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Museum: In der Diskussion stirbt die Hoffnung zuletzt

Die „räumlichen Gegebenheiten“ im Kelkheimer Museum anschauen und Informationen über das Museum erhalten – so hatte der Museumsverein die Kelkheimer Stadtverordneten zu einem Ortstermin an die Frankfurter Straße eingeladen. Im Grunde genommen wurde aus dieser Informations-Veranstaltung gleich eine inoffizielle vorgezogene Stadtverordneten-Sitzung. Es ging darum FDP und UKW umzustimmen, die sich aus finanziellen Gründen gegen eine Verlegung des Museums in das ehemalige Pfarrzentrum in der Feldbergstraße gestemmt hatten. Aus formalen Gründen muss die Abstimmung zum Thema in der kommenden Stadtverordneten-Sitzung wiederholt werden: Für Optimisten ein Hoffnungsschimmer, dass sich bei dem einen oder anderen der Sinn wandeln könnte. Immerhin waren von der FDP vier Stadtverordnete gekommen, von der CDU etwa die gleiche Menge. Die FWG war vertreten, die SPD auch mit drei Stadtverordneten und natürlich die UKW mit großer Besetzung. So viel Stadtverordnete, dass die bereitgestellten zwanzig Stühle zunächst nicht reichten. Leidenschaftlich, beredt und mit Fakten ausgerüstet plädierten Museums-Vereins-Vorsitzende.

Um es vorwegzunehmen: Vergebliche Liebesmüh. In der Diskussion nach der Besichtigung des Museums, des Treppenhauses und auch des Dachgeschosses beharrten UKW und FDP auf ihren Positionen.

Moog und Kraatz hatten eindringlich davor gewarnt, dass es in der Zukunft im Holunderhof keine Möglichkeiten mehr gibt, neue Ausstellungsstücke unterzubringen.

Dass das Dachgeschoss ungeeignet sei für die Nutzung als Ausstellungsfläche, dass die ehrenamtlichen Mitglieder bei der Betreuung des Museums unter absolut unzugänglichen Bedingungen arbeiten müssen, dass die jetzigen Räume für Ausstellungen zu klein sind.

Die Gegenargumente kamen sofort: Warum nicht Ausstellungen an anderem Ort, warum nicht Material woanders lagern und speichern, warum Ausstellung wie die des Malers Dali, warum die Gagern so hoch einordnen?

Die 70.000 Euro, die jetzt zunächst bewilligt sind, könnte man bei Bedarf aufstocken, so die UKW und FDP. Um aber ein behindertengerechtes Treppenhaus, eine vernünftige Toilettenalage zu bekommen, brauche es viel mehr Euros, kam das Gegenargument. Jürgen Schnabel wollte sogar wetten, dass leicht eine Summe von über 400.000 Euro erreicht werden könnte. Den jetzigen Standort schlechtzureden, sei auch keine Lösung. Aber wieder die Warnung, dass ein Museum in der Feldbergstraße große Folgekosten nach sich ziehen könnte, Michael Trawitzki sprach von rund zwei Millionen.

Dann der Blick in die Geschichte: Das Museum sei gegründet worden, als das Schreinerhandwerk noch hoch im Kurs stand. Davon ist nicht mehr viel übrig, das Interesse erlosch zunächst ...

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