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Kelkheims Jusos kritisieren die K-Bahn

Überfüllte Züge in den Stoßzeiten – Jusos Kelkheim kritisieren unzureichende Bemühungen des Kelkheimer Bürgermeisters bei der K-Bahn: „Da hilft keine Presseshow des Bürgermeisters vor Ort in den ruhigen Mittagsstunden oder Unterschriftenaktionen seiner UKW, die wohl kaschieren sollen, dass ihr eigener Mann im Rathaus keine Lösung findet oder sucht.“ So lautet der Anfang einer Pressemitteilung der Kelkheimer Jusos, in der sie ausführlich auf die Probleme der Passagiere der K-Bahn eingehen. Etwa gleichzeitig brachte die UKW eine Presserklärung zum gleichen Thema heraus.

In ihrerm Text weisen die Jusos darauf hin, dass es die SPD-Fraktion auf Initiative der Jusos gewesen sei, die einen Antrag einbrachte, um einen 15-Minuten-Takt der „K-Bahn“ und ein Ende der Kurzzüge im Berufsverkehr zu erreichen. Zudem fordern die Jusos eine bessere Bahnverbindung an Sonntagen, an denen die Züge derzeit nur stündlich verkehren.

In den letzten vier Monaten habe sich die Situation weiter zugespitzt. Die Jusos sagen, dass mehr Kurzzüge denn je fahren. Ein einzelner Waggon morgens zu den Stoßzeiten wie etwa um 8.14 Uhr in Richtung Frankfurt sei keine Seltenheit. Abends im Berufsverkehr, etwa um 18.47 Uhr oder um 19.17 Uhr ab Frankfurt Hauptbahnhof, werde sogar regulär nur ein einziger Waggon eingesetzt. Beim RMV werde argumentiert, dass zu den Hauptverkehrszeiten schon alle verfügbaren Fahrzeuge im Einsatz seien. Es kämen Engpässe hinzu, weil Fahrzeuge turnusmäßig in die Werkstatt müssten. Ein weiterer Grund seien die Bauarbeiten auf den Strecken rund um Frankfurt.

Die Baustellen rund um Frankfurt haben nach Meinung der Jusos nichts damit zu tun, ob die Hessische Landesbahn (HLB) zur gleichen Tageszeit in Richtung Königstein drei Waggons und in Richtung Frankfurt nur einen Waggon fahren lässt. „Tatsächlich ist der „Engpass“ auf eine unzureichende Ausstattung bei der HLB zurückzuführen, die die Fahrgäste seit Jahren in veralteten Fahrzeugen bei Innentemperaturen von über 30 Grad Celsius schwitzen oder gleich stehen lässt, wenn das einzige eingesetzte Fahrzeug wieder mal völlig überfüllt ist“, heißt es in der Pressemitteilung. „So konnten etwa am 30.05.2018 um 8:14 Uhr bereits ab Liederbach in Richtung Frankfurt keine Fahrgäste mehr zusteigen“.

„Wer sich morgens auf dem Weg zur Arbeit oder in die Uni schon wie eine Sardine in der Dose fühlen möchte, sollte mal zwischen 7 und 9 Uhr mit der HLB Richtung Frankfurt fahren“, merkt Katrin Wagner, Juso-Vorsitzende in Kelkheim und selbst regelmäßige Nutzerin der K-Bahn, an. Es müssten dringende zusätzliche Fahrzeuge, wenn möglich sogar solche mit einer Klimaanlage, angeschafft oder auf dieser Strecke eingesetzt werden.

Dabei werde gerne seitens der HLB ins Feld geführt, dass ab 2022 eine neue Vergabe der Strecke ansteht und deshalb bis dahin keine neuen Fahrzeuge angeschafft werden.

Hier handele es sich aber um reine Hinhaltetaktik, argwöhnen die Jusos. Gern werde „vergessen“, dass die HLB weitere Strecken in Mittelhessen bedient, auf denen sie ihre Fahrzeuge auch in Zukunft einsetzen kann und wird.

„Als Fahrgast fühlt man sich gelinde gesagt verhöhnt, wenn die Bürgermeister von Kelkheim, Königstein und Liederbach Freitags um 13 Uhr pressewirksam mit der Bahn fahren, während sie morgens oder abends im Berufsverkehr das wahre Leben in einem Zug der HLB erleben könnten“, gibt die Juso-Vorsitzende Katrin Wagner (Im Foto) dem Bürgermeister und dem Magistrat mit auf den Weg.

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