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Das stärkste Mädchen der Welt kommt nach Schloßborn

Ein Mädchen zum Pferdestehlen: Pippi Langstrumpf alias Selma Nikutta. Foto: privat

Schloßborn
– Abstehende, rote Zöpfe, einen kleinen Affen namens Herr Nilsson auf der Schulter und ein freches Grinsen im Gesicht. Auf wen könnte diese Beschreibung wohl besser zutreffen als auf Astrid Lindgrens weltbekannte Kinderbuchfigur Pippi Langstrumpf. Kaum jemand, der sie nicht kennt, denn Pippi begeistert schon seit Generationen Groß und Klein mit ihren herrlich verrückten Einfällen, kuriosen Geschichten und all dem Chaos, das sie mit ihren Freunden Tommy und Annika anstellt. Doch nur wenige dürften wissen, dass Pippis Abenteuer schon bald ganz in der Nähe zu neuem Leben erweckt werden – Ende April nämlich, wenn die Kinder der Schloßborner Laienbühne mit ihrem Theaterstück „Pippi Langstrumpf“ Premiere feiern. Auf dieses Ziel arbeitet das Kinderensemble eifrig hin – zweimal pro Woche wird bis zu drei Stunden lang geprobt. „Das ist schon viel“, findet Regisseurin Mary Kuhn, denn ihr sei aufgefallen, dass die Schule immer mehr Zeit in Anspruch nehme und es für die Kinder immer schwieriger werde, Schulisches und Freizeitaktivitäten zu koordinieren. Spielleiterin Christiane Böer stimmt ihr zu, ergänzt aber auch: „Trotzdem sind alle Kids mit großer Freude und viel Spaß an den Proben dabei.“ Das sieht man den Jungschauspielern an, auch wenn eine Szene häufig wiederholt werden muss, wie etwa die, in der Pippi die zwei Polizisten austrickst, damit diese sie nicht ins Kinderheim bringen können: „Ihr kriegt mich nicht, ihr kriegt mich nicht!“, ruft Selma Nikutta, die die Pippi spielt, und hüpft um die beiden Polizisten (Katharina Horn und Niklas Blauth) herum. Pippis beste Freunde Tommy und Annika, die in diesem Jahr jeweils doppelt besetzt sind (Philip Hötschl, Sara Scheurich, Alina Mader, Eliana Cech), stehen daneben und kichern heimlich. „Lacht mal richtig in Richtung Publikum“, fordert Mary Kuhn die beiden auf, „und außerdem hat vorhin jemand seinen Text vergessen. Nochmal bitte!“ Beim erneuten Durchgehen der Szene fällt einem der Kinder plötzlich auf, dass es eine kleine Unstimmigkeit im Drehbuch gibt, die den weiteren Verlauf der Handlung unlogisch erscheinen lässt. „Super bemerkt“, loben die Regisseurinnen, „wenn den Kindern etwas auffällt oder sie Verbesserungsvorschläge haben, dann setzen wir das natürlich auch um.“ Während man die Proben kurz unterbricht, um die Dialoge ein wenig umzuschreiben, nutzen die Nachwuchsschauspieler die Zeit, um ihren Text zu üben. Bis zu 52 Seiten müssen die Hauptrollen Pippi, Tommy und Annika auswendig lernen. Kuhn und Böer trauen das ihren Schützlingen aber durchaus zu, denn die Hauptdarsteller wurden bewusst ausgewählt – wer sich in den Vorjahren besonders bewährte, darf nun einen der Protagonisten spielen. Für Selma Nikutta ist es sogar schon die zweite Hauptrolle, was die Zehnjährige als „eine echte Ehre“ empfindet. Und wieviel Pippi steckt in Selma? Die lächelt verschmitzt und antwortet: „Ich habe genauso viele Sommersprossen wie sie und wir sind beide stürmisch, lustig und quatschen gerne. Ganz so verrückte Dinge wie Pippi stelle ich aber nicht an.“ Wer erfahren will, welche verrückten Abenteuer Pippi, Tommy und Annika in der Schule, beim Kaffeekränzchen oder auf dem Jahrmarkt tatsächlich erleben, der kommt am besten zu einer der beiden Theateraufführungen am 23. und 24. April in der Schloßborner Mehrzweckhalle. Karten gibt es bei folgender Vorverkaufsstelle: Schatzinsel Schloßborn.

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