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Der stolze Rest vom Sommerfest: 500 Euro für das J.E.T.Z.T.-Haus

Glashütten (hhf) – Hinter dem Namen „A M Frisuren“ (Limburger Straße 10a) steht Anke Müller, die sich mit dem eigenen Salon einen lange gehegten Wunsch erfüllt hat. Das ist nun rund ein Jahr her. Anlass genug, um ein Sommerfest zu feiern. Vor vier Jahren „zugezogen“, brachte die Friseurmeisterin zunächst einige Wanderjahre, sie nennt es „Salon-Hopping“, hinter sich, um die eigene Philosophie zu finden. Das ist ihr schließlich auch recht gut gelungen, gemütlich und familiär ist es geworden, wenn Mama sich die Haare schneiden lässt, können die Kinder im Hinterhof spielen. Das geht, weil der ganze Salon an der Rückseite des Hauses gelegen ist, nicht ganz leicht zu finden, dafür aber absolut kindersicher. Statt „Schaufenster“ für Werbezwecke dient die Verglasung hier der ungestörten Aufsicht über den Nachwuchs.

Genauso unkompliziert wie der Arbeitsalltag gestaltete sich dann auch das Sommerfest, zwischen unzähligen Kuchenspenden entwickelte sich das Ganze zu einer „Riesen-Kinder-Veranstaltung“. Da an diesem Abend an Haareschneiden und ähnliche Dienstleistungen nicht zu denken war, hatte Anke Müller ihren Terminkalender griffbereit: Jeder, der an diesem Tag einen Termin ausmachte, wurde zum Spender – auf besondere Weise und geldbeutelschonend, denn Anke Müller verzichtete jeweils auf ihren halben Verdienst.

Nun wurde es Zeit, den gesammelten Betrag seiner Bestimmung zukommen zu lassen, und da, wo man sich kennt, geht vieles ganz einfach. Ohne Umwege wurde kein Scheck, sondern ein Umschlag übergeben: Inhalt (von der Geberin leicht aufgerundet) 500 Euro. Empfängerin: Susanne Conrad vom J.E.T.Z.T.-e.V. Warum aber gerade an diese Adresse? „Weil das J.E.T.Z.T.-Haus eine ganz tolle Sache ist“, sich dort so viele Menschen auf freiwilliger Basis engagieren, und „ich selbst einen kleinen, süßen Jungen habe, der gerne dorthin geht.“

Ein Erste-Hilfe-Kurs für Babys bildete auch den ersten Kontakt, dann kam die Entdeckung: Das Angebot ist so vielfältig wie auch die Räumlichkeiten. Für jeden eine passende Ecke, ob mit anderen zusammen oder um sich alleine zurückzuziehen, echte Vielfalt eben. Zum Beispiel ist gerade der Gemeinschaftsraum für die Erwachsenen bewusst ruhiger und gediegener umgestaltet worden, er soll Ruhe ausstrahlen. Der Vergleich mit der Villa Kunterbunt hinkt also ein wenig. Man sollte sichvielleicht eher eine verwinkelte Burg vorstellen, die Platz für viel mehr Prinzen und Prinzessinnen hat als es Pippi Langstrumpfs, Annikas und Tommis gibt.

Und wenn Kapitän Langstrumpf mal wieder auf Besuch kommt, dann darf er auch „Negerkönig“ bleiben und muss sich nicht umbenennen lassen. Denn er ist ein guter König, und nur darauf kommt es an.

Die Freude aus dem Bild springt auf den Betrachter ebenso über wie der Umschlag von Spenderin an Empfängerin: Friseurmeisterin Anke Müller (rechts) übergibt den Erlös ihres Sommerfestes an Susanne Conrad vom J.E.T.Z.T.-e.V.
Foto: Friedel

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